10920 & 10930 Pyrit


Chemische Zusammensetzung : Eisenkies, FeS2

Die würfelähnlichen goldglänzenden Kristalle wurden schon früh für etwas Besonderes gehalten. Das fein gemahlene Pyritmehl hat einen grauen Farbton welcher an Gold erinnert. Diese zurückhaltende graugold-ähnliche Färbung hat insbesondere in Kontext mit Smalte und roten Ockern eine sehr eindrucksvolle Wirkung.

Schöne Kristalle werden besonders auf Elba, im Piemont, in Kärnten, in Freiberg, in Grossalmerode und in vielen anderen Orten in Europa gefunden.

Die Korngrösse des Pigments hat starken Einfluss auf die Farbigkeit. Je gröber das Pigment gemahlen ist, desto mehr goldglänzender Charakter bleibt übrig. Sehr fein gemahlener Pyrit erscheint in Kalk als gelbgrünstichiges Grau. Pyrit lässt sich in jeder Art von Bindemittel verwenden.

Wird Pyrit in Gegenwart von Luftsauerstoff erhitzt, entstehen gelbe oder rote Eisenoxidfarben. Schon in der Antike waren künstliche rote Eisenoxidpigmente bekannt. Plinius berichtet, dass die künstliche Rubrica durch Brennen von Eisenkies hergestellt worden sei.

Wird Pyrit mit Acryldispersion überstrichen, kann die Dispersion das Pyrit oxidieren und es entstehen gelbe bis rotbraune Färbungen.