12200 Kupferresinat



Chemische Zusammensetzung : nicht definiert, hauptsächlich Kupfersalze der Abietinsäure (C19H29COOH)

Kupferresinat ist das Produkt der Verkochung von Kupfersalzen in Harz (meistens Kolophonium, Lärchenterpentin oder Mastix).

Als grüne Lasurfarbe seit der Renaissance sehr beliebt. Leider ist die Haltbarkeit des Kupferresinats eingeschränkt. Häufig verbräunen die Lasuren schon in den ersten 100 oder 200 Jahren. Nach den frühesten bisher bekannten Rezept des Théodore de Mayerne aus dem Jahre 1620 (siehe unten) stellte man es durch Erhitzen von Terpentinbalsam mit Grünspan her. Ein Rezept in dem Mastix und Bienenwachs als Zutaten für die Herstellung von Kupferresinat erwähnt werden befindet sich in einem Florentiner Handbuch für Künstler (Birelli, 1601).

Die dickflüssig bis feste grüne Harzpaste wird mit Balsamterpentinöl, Benzin oder Harzölen verdünnt aufgetragen. Wird die Paste leicht in einem Wasserbad erwärmt, kann sie gleichmässiger und dünner als Lasur aufgetragen werden.


Vier Rezepte aus dem de Mayerne Manuskript, 1620 (Übersetzung von Ernst Berger, 1901) :

weitere Informationen :

  • "Thoughts on the Use of the Green Glaze called 'Copper Resinate' and its Colour-changes"
          by Renate Woudhuysen-Keller and Paul Woudhuysen, Looking through Paintings, Archetype Publications 1998
  • "Artists' Pigments Vol.2", Editor Ashok Roy, National Gallery of Art, Washington/Oxford University Press 1993