63110 Salianski-Kremer-Hausenblase


Das ist die fachlich übliche Abkürzung für Hausenblasenleim, bei welchem angeblich die Häute der Schwimmblasen des 9 m langen Fisches Hausen das Rohmaterial liefern.

Der Leim ist so teuer, dass er nur für ganz besondere Zwecke beim Vergolden ohne Polimentunterlage wie beim Hinterlegen von Glas mit Metallfolien angewendet wird. Er gehört ebenfalls zu den Warmleimen, wird genau wie dieser behandelt und steht dem Störleim sehr nahe.

Wenn also de Mayerne (1620) von schlechten Erfahrungen berichtet, die A. van Dyck mit Fischleimen gemacht haben soll, so haben ihm offensichtlich damals nur minderwertige Sorten zur Verfügung gestanden. Die Behauptung, dass Fischleime äusserst hygroskopisch seien, trifft ebenfalls nur für Produkte aus unsorgfältig gewaschenen Rohmaterialien zu, welche noch viel Natriumchlorid enthalten.

Quelle: "Werkstoffe und Techniken der Malerei" (1967) von Kurt Wehlte

Siehe auch allgemeine Informationen zu Leime, und Rezepte unter : Hausenblase und Fu-Nori Algenleim.