Kremer Pigmente GmbH & Co. KG

 

Arsenik, Arsentrioxid, Weissarsenik



Chemische Zusammensetzung : As2O3

Wichtigste Arsenverbindung, tritt in mehreren Modifikationen auf.

Das Arsenik des Handels besteht aus weissen, porzellanartigen Stücken oder aus weissem Pulver. Es ist leicht löslich in Salzsäure und Alkalien.

Man röstet z.B. Arsenkies (FeAsS) und reinigt den in langen, gemauerten Kanälen kondensierten "Hüttenrauch" (As2O3) durch wiederholtes Sublimieren.

Arsenik wird schon seit über 1000 Jahren als Mäusegift verwendet, deshalb bezeichnen es die Bewohner Westafrikas, des Iraks und Andalusiens seit langem als Mäusepulver. Die erste Reindarstellung des Arsens erfolgte etwa 700 n. Chr. durch arabische Chemiker. Der arabische Arzt Abu Bekr er Razi (850-923 n. Chr.) empfahl Arsenik bereits als Heilmittel bei Blutarmut, Nerven- und Hautkrankheiten.

Um künstliches Auripigment herszustellen wurde weisser Arsenik in Ätzlauge (Pottasche oder kristallisierte Soda) gelöst und aus Glaubersalz (Natriumsulfat) Schwefelnatrium (Natriumsulfid) hergestellt. Der nach Vereinigung beider Lösungen und Zugabe von verdünnter Salzsäure erhaltene gelbe Niederschlag wurde gewässert, filtriert und in Schalen stark erhitzt. Künstliches Auripigment und andere Schwefel/Arsen-Pigmente wurden schon um 1860 nicht mehr hergestellt.

Verwendung:
Als Arzneimittel, zur Konservierung von Vogelbälgen, als Mäusegift, als Ausgangsmaterial für viele andere Arsenverbindungen, zur Herstellung von Blaukreuzkampfstoffen und desgleichen.

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