Brauneisenstein, Limonit, Brauneisenerz
Braunes Fe-III-oxid, die Formel der kristallinen Grundsubstanz ist wahrscheinlich Fe2O3·H2O oder (halbiert) FeO(OH).
Weitere Wassermengen können zum Teil adsorptiv, zum Teil chemisch gebunden sein, wodurch sich
kompliziertere Verhältnisse und verschiedene Formulierungsversuche ergeben. So hat man z.B.
für den Brauneisenstein oder die daraus isolierten Materialien u.a. folgende Formeln
aufgestellt:
Fe(OH)3, FeO(OH), Fe4O3(OH)6,
Fe2O3·xH2O. Einzelne Ausprägungen des Brauneisenstein
haben verschiedene Namen erhalten, so. z.B. Bohnerz, oolithisches Brauneisenerz,
brauner Glaskopf, schwarzer Glaskopf, Goethit, Limonit, Minette, Nadeleisenerz,
Rasenerz, See-Erz, Wiesenerz, usw.
Alle dieser Stoffe enthaltenals wesentlichen Bestandteil braunes bis gelbiches Eisen-III-oxid mit wechselnden Mengen Wasser. Die allgemeine und zweckmässige Formel dürfte Fe2O3·xH2O sein.
Das gebundene Wasser entweicht zum Teil schon beim Erwärmen über 65°, beim Erhitzen über 400° bleibt schliesslich wasserfreies Eisenoxid zurück.
Brauneisenstein bildet sich in der Natur z.B. bei der Zersetzung von Eisencarbonaten aus eisenhaltige Wässern, bei der Ausflockung kolloidaler Eisenhydroxydlösungen, bei reichlicher Anwesenheit von sog. Eisenbakterien usw.
Unter den verschiedenen Eisenerzen ist der Brauneisenstein in Europa am häufigsten verbreitet. Der Eisengehalt der Braunerze kann zwischen 20 und 55% schwanken, in der Regel erreicht er 30-40%.
Siehe auch Braunstein (Mangandioxid) und Mangan.