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Newsletter 02-2018

Kremer Pigmente

Drachenblut Emzolo

Drachenblut ist ein rotes Harz, welches sowohl als Pulver als auch als Stücke oder Kugeln, teilweise mit goldenem Siegel, gehandelt wird. Festes Drachenblut sieht sehr dunkel, eher braun als rot, aus und ist meist mit rötlichem Pulver überstäubt. Ursprünglich wurde nur das von der Insel Socotra (westlich von Somalia, aber zu Yemen gehörig) stammende rote Harz als Drachenblut bezeichnet. Später wurde der Begriff auf andere rote Harze ausgedehnt.



Die Rattanpalme Daemonorops draco (früher Calamus draco), von der das Drachenblut ursprünglich gewonnen wurde, ist in Indien, auf den Molukken und auf Sumatra und Borneo heimisch. Sie ist eine nur wenige Zentimeter dicke aber bis zu 100 Metern lange lianenartige Palme. Das Harz wird während der Fruchtreife in den Fruchtständen zwischen den Früchten gebildet. Neben der Rattanpalme liefern auch verschiedene, der Gattung Dracaena, angehörige Pflanzen Drachenblut, z.B. Dracaena draco auf den Kanarischen Inseln oder Dracaena cinnabari auf Socotra. Die Dracaena-Arten sind botanisch gesehen eine Besonderheit: normalerweise wachsen einkeimblättrige Pflanzen, zu denen die Dracaena-Arten gehören, nur in die Länge, sind aber nicht in der Lage, in die dicke zu wachsen. Die Dracaena- oder zu Deutsch Drachenbäume brechen dieses Prinzip und bilden dicke Stämme mit zum Teil mehr als 10 Metern Umfang, die z.B. auf Teneriffa grosse Touristenattraktionen sind. Es gibt Bäume, welche das Harz "freiwillig" absondern, in manchen Gegenden werden die Bäume, ähnlich wie bei der Kautschukgewinnung, angeritzt, damit das Harz geerntet werden kann. Auch verschiedene Croton-Arten liefern Drachenblutharz, z.B. Croton erythrina und Croton draco.



Das Harz setzt sich aus verschiedenen, den Xanthonfarbstoffen zuzuordnenden Bestandteilen zusammen. Den grössten Anteil macht mit knapp 60% das Dracoresin, ein rotes Esterharz, aus. Weiterhin sind etwa 18% Pflanzengewebe und 8% Asche, ausserdem Dracoresen (ca. 13%) und Dracoalban (ca. 2,5%) enthalten. In Äther unlösliches Harz, Phlobaphen, Nordin, Dracorubin und Dracorhodin kommen jeweils zu weniger als einem Prozent im Drachenblut vor. Dracorubin ist hierbei der Hauptfarbstoff des Drachenblutes. Drachenblutharz ist in Wasser und Petrolether unlöslich, in Eisessig, Chloroform, Äther, Nelkenöl und anderen ätherischen Ölen löst es sich unterschiedlich gut. Je nach Herkunft schmilzt Drachenblutharz zwischen 60 und 100° C. Bei höheren Temperaturen können stark reizende, rote Dämpfe entstehen. Ein gutes Harz sollte nach Auflösen in Alkohol nicht mehr als 10% Reststoffe aufweisen.



Drachenblut fand eher Anwendung in der Medizin als in der Kunst. Es konnte äusserlich bei Skorbut oder zur Wundbehandlung ebenso wie innerlich gegen Durchfall verwendet werden. Auch zur Einbalsamierung von Toten wurde das Harz benutzt. Heutzutage hat es jedoch seine Bedeutung in der Medizin verloren.

Bei Tischlern und Geigenbauern ist Drachenblut zur Herstellung von Lacken und Firnissen sowie für Farbmischungen zum Einsatz gekommen. Ein mit Drachenblutharz getränktes Indikatorpapier, das sogenannte Dracorubin-Papier, kann zur Unterscheidung von Benzol (Rotfärbung) und Benzin (Braunfärbung des Papiers) herangezogen werden. In der Photographie wurden rote Pigmentpapiere unter Verwendung von Drachenblut hergestellt. Bei der sogenannten amerikanischen Zinkätzung wurde es als Ätzgrund eingesetzt.

 

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