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Newsletter 05-2017



Kremer Pigmente

Nelkenfarbe

Pigment Red 233, C.I. 77301

Mit ihrem Altrosaton stellt Nelkenfarbe ein ungewöhnliches Pigment dar. Es gibt eine hellere und eine dunklere Variante. Beide ähneln Ultramarinrot, sind aber etwas wärmer und gebrochener im Ton. 

Nelkenfarbe wurde bereits gegen Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden und ist einer der ersten Vertreter der Gruppe der Misch-Metall-Oxide. Zur Herstellung werden in bestimmten Mengenverhältnissen Zinn-IV-Oxid, Kalk, Quarz und verschiedene Metalle gründlich gemischt und gebrannt. Anschließend erfolgt das gründliche Auswaschen und sorgfältige Feinmahlen des rosafarbenen Chrom-Zinn-Oxids mit Sphen- bzw. Titanit-Struktur. Nelkenfarbe ist aufgrund seines Quarzgehaltes recht hart im Korn, was sich auch bemerkbar macht, wenn es sehr fein ausgemahlen wurde.

In der modernen Fachliteratur sowie in Farbsortimenten ist Nelkenfarbe nicht oft zu finden. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts hingegen schien sie relativ häufig verwendet worden zu sein. Das bis dahin einzige Rosa, das unbeständige Krapprosa, konnte gut durch diese neue lichtechte Mineralfarbe ersetzt werden, sieht man einmal von möglichen Weißausmischungen von feurigen dunkleren Eisenoxidtönen ab. In der Aquarellmalerei Englands im 18. und 19. Jahrhundert war es das einzige lichtechte Rosa. Vor diesen Hintergründen ist es naheliegend, dass Nelkenfarbe vor allem für Blumenstilleben recht gut geeignet war, woraus auch der deutsche Name resultieren dürfte. 

Neben der Verwendung durch Restauratoren kann Nelkenfarbe auch heute für den Künstler sehr interessant sein. Reizvoll ist der Einsatz z.B. in Öl/Tempera-Mischtechniken. Hier kann man entsprechende Bildpartien mit Nelken-Tempera unterlegen und dann mit transparenten organischen Dunkelrottönen in Harz-Ölfarbe überlasieren. Auch ein Lasieren mit Violett-, Blau- oder warmen Tönen kann zu recht reizvollen Effekten führen. In jedem Fall sollte die Nelkenfarbe sehr gut angerieben werden, was vor allem bei der Zubereitung von Ölfarbe wichtig ist. Es ist unter Umständen ratsam, das Pigment vor dem eigentlichen Anreiben zunächst mit Wasser bzw. Terpentinöl so fein wie möglich zu zerkleinern, da dies die malerischen Einsatzmöglichkeiten vergrößert. Es ist in jeder Art von Malmittel absolut beständig.

 

Kremer Tages-Leucht-Aquarellfarben

Kremer Aquarellfarben werden in aufwändiger Handarbeit aus historischen  und  modernen Pigmenten  hergestellt.  Höchste  Sorgfalt bei der Herstellung und Verarbeitung der reinen Pigmente gewährleisten  eine  außergewöhnliche  Leuchtkraft  der Aquarellfarben. Ausgewählte  organische und  anorganische  Pigmente  werden  mit Kremer Aquarellmalmittel auf Basis von Gummi Arabicum gebunden.  Die  fertige,  flüssige  Farbe  wird  dann  in  dünnen  Schichten  in die  Näpfchen  gefüllt. Nach  der  Trocknungszeit  folgt  die  nächste Schicht. Dieser Vorgang wird abhängig vom Pigment bis zu viermal wiederholt. Beim Malen wird dann mit Hilfe von Wasser wieder eine dünne Schicht der getrockneten Aquarellfarbe mit dem Pinsel abgelöst. Das Wasser der aufgetragenen, flüssigen Farbe verdunstet. Gebunden durch das Gummi Arabicum bleibt das Pigment auf dem Malgrund fixiert.

 

881042 Aquarellkasten Tagesleuchtfarben – Klein

8 Aquarellfarben

Tages-Leucht-Farben einzelne Näpfe:

560008 Weiss
560508 Blau
561008 Grün
561508 Zitronengelb
562508 Orange
563508 Flammrot
564008 Cyclamrot

 

Ersatzprodukt für Velvesil Plus

Das KSG 350 Z Silikongel ist ein gebrauchsfertiger, Silikon-basierter Emulgator für Reinigungspasten. Es lässt sich sehr genau auftragen und erlaubt sogar Reinigungen auf Papier und Pergament. Die Abnahme des Silikongels erfolgt mit Cyclomethicone D5.

Erhältlich unter der Bestellnummer 87084

in 30 ml, 100 ml und 1 l Gebinde. 

 

Pigment Gelb 83

Sehr schönes, warmes Gelb.

Höchst lichtecht, für alle wässrigen Maltechniken geeignet.

Erhältlich unter der Bestellnummer 23380

in 20 g, 100 g und 1 kg Gebinde.


Ulrich Binder - Physik der Farbe

112 S., 19 × 25 cm, ca. 70 Abbildungen, Halbgewebeband

Eine praktische Farbenlehre für Architektur, Design und Handwerk.

Ulrich Binder wagt eine neue Farbenlehre: Abseits von Grundfarben, Sattheitsgraden und Mischverhältnissen nähert er sich dem Thema Farbe über die Beschaffenheit und die Empfindung des Materials. Jeder, der bereits gepinselt, lackiert oder gestrichen hat, weiß, dass es über den «objektiven» Farbwert hinaus, weitere Eigenschaften gibt, die in der Literatur nicht vorkommen, die aber wesentlich für das Erleben von Farbe sind: Wie geschmeidig ist eine Farbsubstanz, bleibt ihr Glanz auch nach dem Anstrich? Lässt sie sich gut verrühren, mischen oder in Schichten auftragen? Bleibt sie elastisch oder wird gar bröselig?

Erhältlich unter der Bestellnummer 991214