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Newsletter 08-2020



Kremer Pigmente

Kalk

Lange Zeit galt Kalk als historischer Werkstoff ohne Bedeutung für die Gegenwart. Seit einiger Zeit greifen viele Baubiologen und Bauleute auf traditionelle Materialien zurück. Kalkputztechniken und Kalkfarbenanstriche erfreuen sich aufgrund ihrer bauphysikalischen Vorzüge großer Beliebtheit.

Bereits zur Zeit der Römer wurde Kalk in der Baukunst angewendet. Durch die hervorragende Auswahl von Baustoffen in der Gegend von Rom war es möglich, sehr beständige Bauwerke zu errichten. Der sogenannte römische Mörtel besteht aus einer Mischung von Sumpfkalk (#31800) und Terra Pozzuolana (#31230). Der Sumpfkalk wird mit Holz gebrannt und dann mehrere Jahre eingesumpft.


Kalken

Geeignete Untergründe für Kalkanstriche sind Kalkputz, Kalkzementputz, Zementputz, Ziegelmauerwerk, Lehmputz und Naturstein. Bei Außenanstrichen ist Wind und direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Der Kalk soll möglichst langsam bei feuchter und windstiller Witterung abbinden, um dem Kalkhydrat Zeit zur Reaktion mit dem Kohlendioxid der Luft zu geben.

Vor dem Streichen wird der Putz vorgenässt. Es kann auch auf neuen, frischen Kalkputz gestrichen werden, sofern dieser soweit abgebunden hat, dass er sich nicht mehr aufreiben lässt.

Der Sumpfkalk (#31800) wird mit 3 Teilen Wasser verdünnt und mit dem Quast oder einer breiten Bürste dünn aufgetragen. Der Anstrich wird erst decken, wenn er durchgetrocknet ist. Üblich sind mindestens drei, besser fünf Anstriche. Der Verbrauch hängt von der Rauigkeit der Wandoberfläche ab und liegt zwischen 100–150 ml/m² pro Anstrich.

Eine Wand muss immer komplett gekalkt werden, da sonst Ansätze sichtbar sind. Ausbesserungen an gekalkten Flächen sind nachher stets sichtbar. Kalk wird nie ganz abriebfest. Man kann die Abriebfestigkeit verbessern, indem man dem Sumpfkalk 2–5 Vol% Kasein-Bindemittel (#63210) zusetzt, allerdings muss der Kalk dann sofort verarbeitet werden.

Kalkanstriche können mit bis zu 5 Vol% kalkechten Pigmenten eingefärbt werden. Die Pigmente sollten mindestens 1 Tag vor der Verarbeitung in Wasser eingesumpft werden. Die Farbe kann erst nach der Trocknung des Kalkes beurteilt werden; ein Probeanstrich ist daher empfehlenswert. Kalk ist stark alkalisch, unbedingt Schutzbrille beim Streichen tragen!

 

Wismut-Gelb

Bei diesen Pigmenten handelt es sich um ein Mischkristall des Systems Wismut-Vanadium-Oxid. Wismutgelb eignet sich als Wandfarbe oder für die Kunstmalerei. Es ist zur Verwendung in allen Bindemitteln geeignet und wetterbeständig. Durch die Feinheit der Pigmentteilchen, hat dieses Pigment gute Lasureigenschaften. Die Lichtbeständigkeit ist, unabhängig von Verdünnungen oder Ausmischungen mit anderen Pigmenten, hervorragend.


#43910 Wismutgelb, zitronenfarben

#43915 Wismutgelb, hell

#43918 Wismutgelb, mittel

#43920 Wismutgelb, dunkel

Das Wismut-Gelb Sortiment wird durch folgende gebrauchsfertige Farben ergänzt:

#27160 Farbteig - Wismut-Vanadat gelb

#439158 Aquarell - Wismutgelb, hell
#439188 Aquarell - Wismutgelb, mittel
#439208 Aquarell - Wismutgelb, dunkel

#4391592 Retouchier - Wismutgelb, hell


Marseiller Seife

Marseiller Seife wurde während des 17. Jahrhunderts erstmalig in Marseille hergestellt. An ihrer Rezeptur hat sich bis heute nichts geändert. Baumöle, vorwiegend Olivenöl, werden zum Sieden dieser rein pflanzlichen Seife verwendet. Sie enthält 70 % Olivenöl und 30 % Kokosnussöl und ist ohne Zusatz von künstlichen Tensiden, Konservierungsstoffen o.ä. (biologisch abbaubar nach OECD 301D). Besonders hervorzuheben ist der außerordentlich sparsame Verbrauch dieser Seife.  Marseiller Seife (auch Venezianer Seife genannt) ist eine neutrale Seife und wird auch als Zusatz zum Bolus für Stukkolustro- und Polierweiß-Arbeiten verwendet.

Vielseitige Anwendungsbereiche:

Zur Reinigung von Pinseln
 bei Verwendung von wässrigen Bindemitteln oder Ölfarben. Die Marseiller Seife wirkt leicht rückfettend und pflegt Naturhaare und Borsten. 4-5 Essl. Marseiller Seife in 1 Liter heißem Wasser lösen und ölverschmutzte Pinsel und Rollen mit der Seifenlösung gründlich auswaschen. Eingetrocknete, ölverschmutzte Arbeitsgeräte können zumeist durch kurzes Auskochen in der Seifenlösung gereinigt werden.

Zur Handreinigung 10 Essl. Marseiller Seife in 1 Liter heißem Wasser lösen und erkalten lassen. Es bildet sich eine geleeartige Masse. Ölverschmierte Hände mit dem Seifengel wie mit handelsüblicher Flüssigseife waschen. Bei hartnäckigen Verschmutzungen empfiehlt es sich etwas Marmorgrieß als Scheuerzusatz mit in die Hand zu nehmen.

Zur Reinigung von glatten Fußböden aller Art, insbesondere von Linoleum, gewachste Kork-, Holz- und Fliesen-Beläge. Dazu 1-2 Essl. Marseiller Seife in ca. 8 Liter warmen Wasser lösen und wie gewohnt den Boden mit Schrubber und Wischlappen reinigen.

Zum Seifen von Fußböden:  In einigen Gegenden Deutschlands ist es üblich, Nadelholz-Fussböden und Tische durch einfaches "Seifen" zu behandeln. Die Holzoberflächen sind dadurch gegen Verschmutzung geschützt, der helle Holzcharakter, bleibt weitestgehend erhalten (gerbstoffhaltige Hölzer, z.B. Eiche können mit Dunkelverfärbung reagieren). Ca. 20 g Marseiller Seife in 1 Liter kochendem Wasser lösen. Diese heisse Seifenlösung mit einem geeigneten Pinsel sofort auf den unbehandelten Holz-Fussboden auftragen, bzw. mit einem Schrubber einarbeiten und trocknen lassen. Vorgang ggf. wiederholen bis gewünschtes Ergebnis erreicht ist. Den Seifenauftrag je nach Abnutzung von Zeit zu Zeit wiederholen, um ausreichenden Schutz für das Holz zu gewährleisten. Das Anlegen von Probeflächen zur Begutachtung des Ergebnisses vor grossflächigen Arbeiten ist sinnvoll.

#78045 Marseiller Seife in Würfeln

#78046 Marseiller Seife im Eimer

#78050 Marseiller Seife in Nadeln

 

C-Bond Glashärter auf Silanolbasis

C-Bond ist ein sog. NanoShield zur Härtung von Glas und für die Reparatur und Restaurierung von Haarrissen. Die C-Bond-Bindung wurde entwickelt, um mikroskopische Defekte gezielt und kovalent zu binden. Nach der Anwendung wird eine deutliche Steigerung der Glasstärke und Funktion erreicht.

Anwendung:

Reinigen Sie sehr schmutziges Glas mit Ethanol, oder normalerweise mit Wasser. Trocknen Sie die Oberfläche mit einem Tuch oder Druckluft. Tragen Sie den C-Bond Glashärter durch Sprühen, Bürsten oder Eintauchen des Objekts auf. Entfernen Sie den Rückstand nach 1 Minute mit einer leicht angefeuchteten Mikrofasertuch für Glas oder mit Druckluft. Die Verstärkung des Glases beginnt unmittelbar nach dem Auftragen und setzt sich in den nächsten 24 Stunden fort.

Erhältlich unter der Bestellnummer #97255