Färbung mit Krapp



  1. Den Krapp in möglichst kaltes weiches (neutral-enthärtetes) Wasser geben, das Sie vorher mit Essigsäure auf pH 4,5 gestellt haben. Ein geeignetes Netzmittel, das zu 100% biologisch abbaubar sein sollte, mit maximal 0,5% des Krappgewichtes zugeben. Den abgewogenen Krapp in das Wasser einrühren. Das dauert etwa eine halbe Stunde. Man muss nicht dauernd rühren, dies nur am Anfang.
  2. Nach einer halben Stunde ist die Färbeflotte (Probegläschen entnehmen) dunkel braun-orange. Jetzt können Sie mit Ihrer nach dem Beizen perfekt mit hartem, kalten Wasser gewaschenen Ware eingehen. Dieser Schritt ist für die Qualität und die Ökonomie essentiell!
    1 g Beizenmetall, das von der Ware heruntergewaschen wird, bindet 8,8 g Farbstoff zu einem wie extrem feinkörniger Schlamm verteilten Farblack, der in der Flotte bleibt. Ihre ausgewaschene Ware sollte gut ausgewrungen sein, damit nicht grosse Mengen harten Waschwassers das Krappbad verunreinigen.
  3. Die Geschwindigkeit des Färbeprozesses hängt von den Variablen
  4. Nach dem Erkalten ist noch viel Farbstoff im Krapp. Sie können die überstehende Lösung ablassen (Abfall). Dann weichen Sie 5% der beim 1. Mal eingesetzten Krappmenge wie oben beschrieben in weichem, saurem Wasser ein, setzen diese Menge dem gebrauchten Bad zu und geben danach weiches, leicht saures Wasser dazu. Dann können Sie weiter färben. Solange ein Krappbad, auch nicht für 30 Sekunden, über pH 5,5 kommt färbt es wochenlang.
  5. Nicht traurig sein: wenn der Krapp ausgelaugt ist hat immer noch mehr als genug Farbstoff. Den kriegt man aber dann mit normalerweise anwendbaren Verfahren nicht mehr heraus. Der Krapp-"Abfall" ist nur für Spezialisten.