Rezept für Leimlösung
- 60 g Leim in 1000 ccm Wasser (ohne Alaun) zunächst kalt
vorquellen, dann in warmen Wasserbad lösen.
Zusatzrezept:
- 30 g Ätznatron in 70 ccm Wasser, einer Leimlösung von 1500 ccm
zugesetzt, macht die Farbe "zügiger".
- Die Farbpulver werden zunächst mit etwas Leimwasser angeteigt und
dann erst mit reichlichem Leimwasser bis zur Streichfähigkeit
versetzt.
- Für primitive Zwecke verwendet man als Weisspigment einfach
Schlämmkreide. Weil diese infolge ihres Feuchtigkeitsgehaltes
gewöhnlich ziemlich bröcklig ist, muss sie einige Zeit vor Gebrauch
in Wasser geweicht werden. Für Anstrichzwecke kommt sie meistens
gleich in diesem Zustand in Fässern zur Arbeitsstelle. Da sie
bereits Wasser enthält, kann sie mit einer stärkeren Leimlösung
(100:1000) versetzt werden. Sinkt in kühleren Jahreszeiten die
Raumtemperatur stark ab, so beginnen die malfertigen Leimfarben
in deren Behältnisse zu gelieren. Man hilft sich mit Wärmeplatten
oder grossen Wasserbädern.
Auszug aus "Malmaterial und seine Verwendung im Bilde" (19. Auflage, 2001) von Max Doerner:
70 g Trockenleim in
1000 g = 1 l Wasser
ca. 24 Stunden vorquellen.
Man erwärmt dann im Wasserbad auf nicht über 60° C, weil der Leim sonst zu stark abgebaut werden und
so an Klebekraft verlieren würde.