94700 - 94730 Lumogen® F Farbstoffe



Hochreine, brillante Fluoreszenzfarbstoffe mit polycyclischen Charakter und sehr hoher Hitze- und Lichtbeständigkeit in amorphen Kunststoffen. Sie sind für Fluoreszenkollektoren in einer Vielzahl von Anwendungen empfohlen.

Die Farbstoffe lösen sich in Aceton, Ethanol, Isopropanol, Ethylacetat, Testbenzin, Toluol und Xylol.

Das Kunstharz Paraloid B 72, gelöst in Ethylacetat, dient zur Herstellung eines Klarlacks.
Die Anwendungskonzentration ist 1%, auf den Festkörper bezogen.
Produkt Farbstofftyp
Lumogen® F Gelb Perylen
Lumogen® F Orange Perylen
Lumogen® F Rot Perylen
Lumogen® F Violett Naphthalimid
Lumogen® F Blau* nur auf Anfrage Naphthalimid
Lieferform Gelb, Orange und Violett sind feinkristalline Pulver. Rot und Blau sind feingemahlene Pulver
Lagerung Trocken, praktisch unbegrenzt lagerfähig
Thermostabilität Die Lumogen® F Farbstoffe sind bei 0,02% Dosierung in PC und PMMA bis 300° stabil.
Wetterechtheit Prüfkörpere: mit 0,02% Farbstoff eingefärbte, 2 mm dicke Spritzplättchen aus PMMA.

Prüfbedingungen und -kriterium: Schnellbewetterung nach DIN 53387 im Xenotest 1200. Restfluoreszenz (5) nach 2000 h Bewetterung.

Lumogen® F Gelb    > 90
Lumogen® F Orange    > 85
Lumogen® f Rot    > 95
Lumogen® F Violett    > 80 (nach 1500 h)

Das beste Trägermaterial für Lumogen® F Farbstoffe ist bei vorgesehenem Ausseneinsatz PMMA. Durch Fremdsubstanzen im PMMA kann die Wetterechtheit negativ beeinflusst werden.

Platten, die im Giessverfahren aus monomerem MMA hergestellt wurden, enthalten normalerweise kleine Restmengen an Monomer und Reaktionsinitiator. Solches Material hat im Praxistest viel schlechtere Wetterechtheit ergeben. Bei der Herstellung von gegossenen Platten muss daher die Temperaturführung während der Härtung sorgfältig kontrolliert werden, damit Restgehalte von Monomeren völlig ausgeschlossen sind.

Das Problem stritt nicht bei der Verarbeitung von PMMA-Thermoformmassen auf.

Bei der Freibewetterung wurde beobachtet, dass ein Verlust der Fluoreszenz nach Bewetterung über den Sommer hinweg sich in der dunkleren Winterzeit wieder erholte und fast wieder das ursprüngliche Niveau erreichte.

Anwendung Die Eigenschaft von Fluoreszentfarbstoffen absorbiertes Licht bei anderer Wellenlänge wieder abzustrahlen, kann zur Lichtsammlung genutzt werden. Der Fluoreszenzkollektor besteht aus einer kristallklaren Kunststoffplatte, die mit einem Fluoreszenzfarbstoff eingefärbt ist. Die Fluoreszenzstrahlung wird innerhalb der Platte durch Totalrefelxion zum grössten Teil an die Kanten der Platte weitergeleitet, von denen es in konzentrierter Form abgestrahlt wird. Im Gegensatz zu Systemen auf Basis von Linsen und Spiegeln kann der Fluoreszenzkollektor auch diffuses, nicht gerichtetes Licht aufkonzentrieren.

Es gibt zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten für den Fluoreszenzkollektor.

Solarenergie Fotovoltaik - durch Montage von Solarzellen an den Kanten der Kollektors kann ausreichend Energie für kleine Instrumente, z.B. Uhren, Tascehncomputer, elektrische Displays, Radios, Ladegeräte etc., erzeugt werden.
Lichttechnik Indirekte Beleuchtung, Fluoreszenzkonversion, Markierungen und Warneinrichtungen, z.B. im Strassenverkehr (diese sind besonders wirksam bei schlechtem Wetter und in der Dämmerung), Warnkleidung, Lichtleiter für technische Instrumente.
Werbung/Design Hinweisschilder, Sport- und Freizeitartikel, Spielzeug, Ersatz von Neonröhren

Für die genannten Zwecke müssen Fluoreszenzfrabstoffe sehr hohen Anforderungen erfüllen:

  • hohe Echtheiten in bestimmten Kunststoffen
  • starke Leuchtkraft
  • extrem hohes Chroma
  • gute Löslichkeit in Kunststoffen
  • hohe Thermostabilität

    Lumogen® F Farbstoffe erfüllen diese Anforderungen in hohem Masse und entsprechen den Spezifikationen für den Fluoreszenzkollektor.

    Lumogen® F Farbstoffe können in allen glasklaren Kunsstoffen eingesetzt werden.

    In butadien- bzw. weichmacherhaltigen und in teilkristallinen Kunststoffen muss mit Migration bzw. Kontaktbluten gerechnet werden. Bei entsprechenden Anwendungen sollte in jedem Fall vorgeprüft werden.

  • Verarbeitung Das Farbstoffpulver wird mit Kunstoffpulver, griess oder -granult homogen in langsam oder schnell laufenden Mischern verteilt. In der Regel haftet das Farbstoffpulver durch elektrische Aufladung auf dem Kunststoff. Die Mischung sollte vor der Weiterverarbeitung über einen Extruder homogenisiert werden.
    Dosierung Die erforderliche Farbstoffkonzentration hängt von der Dicke des einzufärbenden Kunsstoffartikels ab. Normalerweise reichen sehr geringe Dosierungen von 0,005% bis 0,02%.