Magnetit, Magneteisenerz, Eisenhammerschlag



Chemische Zusammensetzung: Fe3O4

Tiefschwarzesm nagnetisches, elektrizitätsleitnedes Pulver, das in unreiner Form z.B. beim Verbrennen von Eisenfeile an der Luft oder bei 5stündiger Reduktion von Fe2O3 (bei 500°) durch einen trockenen Wasserstoffstrom entsteht. Magnetit ist das beständigste Oxid des Eisens.

Eisenhammerschlag besteht ebenfalls aus Fe3O4. Durch sehr starkes Glühen (über 1400°) kann man auch Fe2O3 direkt in das sehr hitzebständige Fe3O4 überfühern. Umgekehrt oxidiert sich aber auch Fe3O4 beim mässigen Glühen ander Luft zu Fe2O3.

In der Natur bildet Magnetit das wichtigste und verbreitetste Eisenerz. Die berühmten Lager von Kirunavaara und Gellivare in Nordschweden bestehen aus einem erstarrten Erzmagma, in dessen Schmelzfluss sich früher Magnetit und ungewöhnlichen Konzentrationen anreicherte. Magnetit findet sich, fein zerteilt, in fast allen Eruptivgesteinen. Die dunkle Farbe von Basalt, Diabas und Gabbro ist auch z.Tl. auf Magnetit zurückzuführen.

Bei der Verwitterung dieser Gesteine wird der Magnetit in Braun- und Roteisenerze verwandelt und öfters in grossen Lagerstätten angereichert.

Ähnlich wie im Experiment (Hammerschlag) bildet sich Fe3O4 auch in der Natur vorwiegend bei höheren Temperaturen, also im Magma oder in deren heissen Grenzzonen.

Reinster Magnetit müsste 71,4% Fe enthalten, doch liegt der Fe-Gehalt infolge isomorpher Beimischungen von Mg oder Mn (seltener Al, Ti oder V) oft erheblich tiefer.