Rezept für die Herstellung von Ölpastellkreiden
Sie benötigen zu Herstellung:
- Pigment
- Terpentinöl
- Standöl
- gebleichtes Bienenwachs
- einen Topf in dem man ein Wasserbad machen kann, von der Grösse,
dass ein kleiner Topf in das Wasser zum Erhitzen gestellt
werden kann
- 2 Töpfe, die zum besseren Ausgiessen einen Ausfluss in
Form eines "V" am Rand haben
- Aluminiumfolie
- Knete o.ä. Modelliermasse aus dem Hobbybedarf
- Spachtel oder breites Messer zum Anreiben des Pigmentes
- Glasplatte oder Plexiglas auf dem das Pigment angerieben
werden kann
Bitte beachten Sie folgende Sichheitsratschläge:
Viele Materialen sind entzündlich, z.B. Terpentinöl und Leinöl-Standöl.
Einige Pigmente sind giftig oder stauben sehr. Ebenso gibt es
Personen, die auf bestimmte Stoffe allergisch reagieren.
Es empfielt sich beim Arbeiten eine Staubmaske zu tragen und
vorallem die Sichheitsratschläge, die auf den Produkten stehen
zu beachten.
Wenn Sie mit dem Herstellen von Kreiden beginnen, verwenden Sie
zuerst unproblematische Pigmente. Verwenden Sie keine Cadmium-,
Blei- oder giftige Pigmente.
Herstellung:
- Zuerst stellen Sie die Formen für die Kreiden her.
Die Aluminiumfolie rollen Sie so dick, dass die innere
Füllmenge der Dicke des Stiftes, der entstehen soll
entspricht. Nehmen sie als innere Form zum Rollen eine
vorhandene Kreide oder einen dicken Stift.
Als Fuss wird die Knete an der Unterseite angebracht.
So kann die Kreidemasse im flüssigen Zustand nicht
auslaufen und die Form auf einer Platte zum Trocknen
stehen.
- In den Topf mit dem V-förmigen Ausgussrand füllen Sie
das Pigment - jedoch nicht mehr als dass der Topf zu
1/3 gefüllt ist, da die anderen Bestandteile noch
hinzugefügt werden müssen.
Fügen Sie Terpentin dazu. Es soll eine Paste mit so wenig
wie möglich Terpentine entstehen!
- Leeren Sie die Paste auf das Glas/Plexiglas und reiben Sie
die Paste solange bis sie gut pastös und ohne Klumpen ist.
Dann geben Sie die Paste wieder in den Topf und decken den
Topf ab.
- Nun geben Sie das Bienenwachs in den nächsten Topf mit
dem V-förmigen Ausfluss und stellen diesen in den
Wasserbad-Topf. Der Topf mit dem Bienenwachs muss fest in
dem Wasserbadtopf auf dem Boden stehen, nicht schwimmen.
Auf einer Heizplatte - nicht auf offenem Feuer - das
Wasserbad erhitzen bis das Bienenwachs schmilzt. Durch
Umrühren vermeiden Sie Klumpenbildung.
- Nun mischen Sie 1 Teil Standöl zu 3-4 Teilen Bienenwachs.
Mit zuviel Hinzugabe von Öl erhalten Sie Stifte, die nicht
aushärten oder sehr weich bleiben.
Mit zu wenig Öl erhalten Sie Stifte, die beim Arbeiten bröckeln.
Wird die Paste beim Anreiben zu schnell hart, können Sie
diese leicht in dem Wasserbad wieder erweichen durch
erhitzen.
- Geben Sie die Öl/Wachs-Paste zu der Pigmentpaste. Die
Variation der Anteile der Pasten bestimmt ebenfalls die
Qualität der Kreidestifte, die Sie herstellen.
Einige Pigmente absobieren das Öl eher als andere es tun.
In einigen guten Handbüchern für Künstlermaterial sind
diese Verhaltensweisen der verschiedenen Pigmente
aufgeführt. Dort können Sie nachlesen welches Pigment
wieviel Ölanteil benötigt.
- Als Regel gilt:
Je grösser der Anteil der Öl/Wachs-Paste ist, desto
lasierender/transparenter wird die Kreide und wird
den Malgrund durchscheinen lassen.
Wenn Sie nicht genug Öl/Wachs-Paste nehmen, bindet das
Pigment nicht ab und das Ergebnis ist, dass der Stift auf
den Malgrund bröckelt beim Arbeiten.
Wenn Ihnen die Konsistenz Ihres hergestellten Stiftes
nicht gefällt, können Sie Ihn leicht im Wasserbad wieder
erweichen und anschliessend durch ändern des Pastenanteiles
die Qualität des Stiftes verbessern.
- Mit dem V-förmigen Ausfluss können sie leicht die fertige
Paste in die Aluminiumformen giessen. Legen Sie vor dem
Abfüllen unter die Formen altes Zeitungpapier, sodass der
Tisch o.a. nicht unnötig beschmutzt werden.
Es empfielt sich eventuell einfache Einmal-Handschuhe zu
arbeiten zutragen.
- Es dauert einige Stunden bis die Kreidestifte ausgekühlt
sind. Sie können den Abkühlunsprozess beschleunigen, wenn
Sie die Stifte in den Kühlschrank geben.
Die Aliminiumfolie um die Stifte, die als Form gedient
hat, können Sie um die Stife lassen. Sie behalten dann beim
Arbeiten etwas sauberere Hände. Reissen Sie einfach nur
soviel Rand der Folie von dem Stift vor dem Arbeiten ab,
wie Sie gerade an Stiftlänge benötigen werden. Wenn Sie
den Stift nach dem Arbeiten mit der Folie wieder
verschliessen, bewahren Sie ihn vorm Auslaufen bei
ungewollter Hitzeeinwirkung/Sonneneinstrahlung (z.B. beim
Arbeiten im Freien im Sommer) und vor Verunreinigungen.