62070 Asa foetida - auf Anfrage -



Ferula asa foetida, Gummi Asaefoetidae amygdaloides, stinkender Asand, Teufelsdreck

Asa foetida ist der Saft des in Irak (Persien) und im nördlichen Ostindien wachsenden Teufelsdreck-Steckenkrauts; man macht Einschnitte in die Pflanze, Wurzel, Blätter, aus welcher dann ein milchiger Saft fliesst und sich hernach verdickt, d.h. an der Luft erhärtet; er besteht teils aus weissen, teils aus gelben oder fleischfarbenen Teilen, welche durcheinander gemischt wie hinzugefügte kleingeschnittene, geschälte Mandeln aussieht.

Je frischer das Gummi ist, desto weisser ist es; im Alter wird es mehr rötlich oder braun. Asa foetida enthält mehr gummöse als harzige Teile, ausserdem noch flüchtige Teile und ein ätherisches Öl. Durch Wasser werden nur die Gummianteile aufgelöst.

Die beste Qualität wird in Körnern, schlechtere Qualitäten in Klumpen oder Brocken geliefert; pulvern lässt er sich nur in der strengster Kälte. Man muss ihn in gut verschlossenen Gefässen aufbewahren, weil die besten Teile schnell verfliegen. Frischer ist 20mal kräftiger als alter.

Asa foetida wird heutzutage besonders verwendet um Parfüms einen unverwechselbaren, eigenartigen Geruch zu verleihen; so ist das in sehr hoher Verdünnung ein wichtiger Bestandteil von berühmten Parums wie z.B. Chanel No 5. In konzentrierter Form, als dickflüssiges pastöses Harz wird der Geruch als sehr stark und von manchen Menschen als knoblauchartig beschrieben, wobei andere behaupten, dies sei ein Gerücht, die Beschreibung des Geruchs wäre einfach mit "übelst" richtig. . "Frisch riecht eine Drachme stärker als später ein Zentner; verfälscht wird er öfters mit Sagapenharz und Erden."

(Auszug aus "Drogerie, Spezerei- und Farb- Waaren-Lexikon oder vollständige und genaueste Anleitung", Johann Carl Koenig, 1851).

Es heisst, dass asa foetida bei lichtunechten Farblacken die Haltbarkeit verbessert, insbesondere bei Geigenlacken.