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Newsletter 11-2015

Kremer Pigmente

Ocker - ein natürlich vorkommendes
Erdpigment

Die Farbtonbezeichnung "Ocker" spricht für sich; jedes Kind weiß, was damit gemeint ist. Korrekt formuliert müsste man sagen, dass es sich um ein gebrochenes, graustichiges Orange Gelb handelt. Am häufigsten begegnet man sehr hellen Ockersorten, die unter der Bezeichnung "lichter Ocker" oder "Gelber Ocker" bekannt sind. Weitere Varianten sind dunkler Ocker, Goldocker und Rotocker, von den zahllosen Zwischentönen ganz zu schweigen.

Da sich Ocker in der Natur vielfach findet und keine besonderen Verarbeitungsschwierigkeiten bietet, diente er schon seit den ältesten Zeiten als Malerfarbe; so sind z.B. die Höhlenzeichnungen von Altamira mit Ocker gemalt. Bei den alten Griechen wurde der Ocker "ochra", bei den Römern "sil" genannt.

Französische Ocker zählen qualitativ zu den hochwertigeren Sorten. Unter einer festgelegten Buchstabenkennung werden hier die einzelnen Qualitäten angeboten. Im Departement Vaucluse befinden sich in der Nähe von Apt und Roussillon die weltberühmten Ockerbrüche. Bei den Sedimenten in Roussillon handelt es sich um kreidezeitliche marine Sandab-lagerungen, eine Schichtung ist selten zu erkennen. Die Farbe des Sedimentes ist eine sekundäre Erscheinung, auf dem Sand hat sich eine Ortsteinschicht (Limonit) abgelagert, den Verwitterungsprodukten dieser Schicht ist es zu verdanken, dass der Sand unterschiedliche Farben hat.

Weitere Ockersorten kommen vorwiegend aus Italien, England und auch – vereinzelt – aus Deutschland, sowie anderen Ländern. Amberger Gelb ist eine deutsche Ockersorte, die bevorzugt im bayerischen Raum zum Gestalten historischer Bauten benutzt wird. Unter "Satinober" versteht man einen orangegoldenen Ockerton. Oxidgelb ist ein synthetisch hergestellter Ockerton, welcher zunehmend das Naturprodukt ersetzt. 

Bei allen Ockersorten handelt es sich um halbdeckende bis gut deckende Pigmente, welche allesamt völlig lichtecht und mit allen Bindemitteln verträglich sind. Somit ist Ocker ein Universalpigment, welches in jeder Technik sinnvoll eingesetzt werden kann. Ockerlasuren haben eine leicht trübende Wirkung, was man bei bestimmten Effekten gezielt ausnutzt. Unentbehrlich ist es nicht nur in der Landschaftsmalerei, wo man es sehr gut zum Ermischen von natürlichen Grüntönen benutzen kann. Ein Ermischen von Ockernuancen aus den Grundfarben wäre viel zu umständlich und zeitraubend. Geringe Beimengungen von Ockertönen sind unerlässlich beim Darstellen von Luft, in der Portraitmalerei und zum Brechen von allzu bunt wirkenden Farbtönen. Aquarelle, die dünn mit Ocker unterlegt werden bekommen so ein harmonisches Gesamtlicht.

Das Kremer Pigmente Adventsrätsel 

Täglich posten wir während der Adventszeit eine Rätselfrage auf unserer Facebook Seite. Kennen Sie die Lösung schreiben Sie uns bitte einen entsprechenden Kommentar unter den jeweiligen Beitrag. Unter den ersten 20 richtigen Antworten verlosen wir täglich einen tollen Preis.


Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Eitempera

Verarbeitung:

Ein frisches Vollei aufschlagen und in ein Schraubgefäß geben. Die leeren Eierschalen mit Leinölfirnis füllen. Den Leinölfirnis zu dem Eigelb und Eiweiß in das Schraubglas geben (das gleiche Volumen wie das volle Ei).
Jetzt alles gut durchschütteln bis eine gleichmäßige Emulsion entstanden ist.
Dann noch einmal die Eierschalen füllen, diesmal mit Dammarfirnis, und ebenfalls zu dem Vollei und dem Leinölfirnis in das Schraubgefäß geben.
Erneut alles gut durchschütteln bis eine gleichmäßige Emulsion entstanden ist. Die Eierschalen mit Wasser auffüllen und das Wasser der Emulsion zusetzen, abermals gut durchschütteln.

In diese Eitempera (Bindemittel) das Pigment ihrer Wahl in einer Reibschale einrühren oder auf einer Platte einspachteln und anreiben bis eine Flüssigkeit mit der Viskosität eines Joghurts entsteht. 

Jetzt ist die Farbe fertig und kann verarbeitet werden.

Die Abriebfestigkeit muss durch Probeaufstriche überprüft und ggf. das Mischungsverhältnis von Pigment zu Bindemittel angepasst werden.

Hinweis: Ggf. noch mit etwas Wasser verdünnen.


Produktneuvorstellungen

Banik / Brückle: Papier und Wasser

Ein Lehrbuch für Restauratoren, Papiermacher und Konservierungs-
wissenschaftler.

Wasser ist ein ständiger Begleiter aller Werkstoffe auf Cellulosebasis. Es ist Bestandteil der lebenden Pflanze und immer auch in verarbeiteten pflanzlichen Rohstoffen vorhanden. Wasser ist die entscheidende Voraussetzung für die Verarbeitung von Cellulosefasern bei der Herstellung von Papier - Papier ist in diesem Sinne aus Wasser geboren und Wasser beeinflusst seine Werkstoffeigenschaften in hohem Maße.
 

Flachpinsel, extra dünn

Zur Dekorationsmalerei, Länge: 6,5 cm, Breite: 3,5 cm, helle Borsten, leicht gefächert