Warenkorb 0,00 €*

Newsletter 02-2016

Kremer Pigmente

Purpur - die Farbe der Kaiser und Könige
 

Echter Purpur war in der Antike ein wichtiger und wertvoller Farbstoff, der ein Stück Stoff zu etwas ganz Besonderem machte. In der Stadt Tyrus im heutigen Libanon waren die ältesten und berühmtesten Produktionsstätten für Purpur angesiedelt. Die Kunst des Purpurfärbens wurde von den Phöniziern entdeckt und verbreitet. Praktisch jede Hochkultur der damaligen Zeit kannte diesen besonderen Farbstoff. Mit der Zerschlagung des Römischen Reichs ging die große Zeit des Purpurs zu Ende, bis er mit dem Fall Konstantinopels im Jahre 1453 ganz verschwand.

Purpurrot wurde damals auch altrosa oder violett bezeichnet. Daran sieht man, dass sich die Bedeutung des Wortes seit der Antike verändert hat. Auch wurden früher Farben häufig nach der Herkunft oder der kulturellen Bedeutung der farbgebenden Komponente bezeichnet und nicht, wie heute gewöhnlich, nach dem exakten Farbton.

Purpur kann heute im Labor synthetisiert aus 4-Methyl-3-nitrophenamin hergestellt werden, wenn auch recht mühsam. Dieses wird am Amin diazotiert und anschließend durch eine Sandmeyer-Reaktion unter Katalyse von Kupfer(I)-Ionen bromiert. Das erhaltene Produkt  wird an Methylgruppe durch Chrom(VI)oxid und Essigsäureanhydrid zum Aldehyd (Formel 7) oxidiert. Im letzten Schritt entsteht in wässrigem Aceton unter Zugabe von Natriumhydroxid 6,6'-Dibromindigo.

Auf traditionelle Weise, das heißt durch Extrakten von Drüsensekreten der Purpurschnecke werden heute nur noch Stoffe für spezielle gottesdienstliche Zwecke gefärbt. In Mexiko wurde ein kleines Projekt gestartet, bei dem einheimische Purpurschnecken "gemolken" werden und aus dem so gewonnenen Sekret gefärbte Stoffe herstellt werden. Die Purpursynthese hat heute aber keine wirtschaftliche Bedeutung mehr und wird nur zu historischen oder restaurativen Zwecken betrieben. Wie mühselig und zeitaufwändig die Produktion einst gewesen sein muss, kann man an der Tatsache ablesen, dass Friedländer im Jahre 1909 für 1,4 g des reinen Farbstoffs etwa 12.000 Schnecken benötigte.

 

Rezept Acrylgrundierung

Die Grundierung bildet bei dünnem Auftrag auf Leinwand einen elastischen Film und kann auch auf Gipskarton oder Papier aufgetragen werden. Auf Holz lässt sie sich, wenn man sie in mehreren Schichten aufträgt, auch schleifen.

Zutaten:

200 g Marmormehl, italienisch (#58500)

400 g Blanc Fix (#58700)

150 ml Plextol® D 498 (#76000)

10 g Tylose® MH 1000 P2 (#63610)

100 g Kremer Farbteig - Weiß, Titanweiß (#27000)

700 ml Wasser (#65000)

Sieb, fein

Verarbeitung:

Den Celluloseleim (#63610) in Wasser einrühren und über Nacht quellen lassen. Wenn der Leim aufgelöst ist, 150 ml Plextol (#76000) zugeben, dann die Pigmente (#58500, #58700) und den Farbteig (#27000) einrühren. Die Grundierung durch ein feines Sieb sieben.

Die Mischung ergibt etwa 1 Liter Grundierung.

 

Kremer Pigmente auf internationalen Messen

Farbe, Ausbau & Fassade

02. - 05. März 2016, München

Die europäische Fachmesse für Fassadengestaltung und Raumdesign.
Das Branchenhighlight für alle Profis der Außen- und Innenraumgestaltung: Maler, Lackierer, Stuckateure, Raumausstatter, Fachleute der Wohnungswirtschaft, Architekten etc. Informieren Sie sich über Neuheiten und innovative Ideen und nutzen Sie die Gelegenheit zum dynamischen Austausch!
Auf der „FARBE, Ausbau & Fassade“ präsentiert Kremer Pigmente eine speziell konzipierte Wandfarbe.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Halle A2, Stand 317.

 

NAMTA, Texas

06. - 09. März 2016, Houston

The International Art Materials Association (NAMTA®) is dedicated to promoting the art/creative materials industry. Members include retailers, manufacturers, distributors, importers, and independent reps from around the world.



 

Bio-Perillaöl

langsam trocknendes Pflanzenöl

Perillaöl (#73630) wird aus Labiate Perilla ocymoides gewonnen und ist als Zusatzmittel in Lackfarben geeignet. Es hat eine hohe Ähnlichkeit mit Leinöl. Im Vergleich dazu weist es jedoch eine höhere Jodzahl, sowie einen abnorm niedrigen Gehalt an gesättigten Fettsäuren auf. Perillaöl eignet sich daher nicht für die Herstellung weißer und heller Anstrichfarben sowie für Künstlerzwecke. Der Film des Perillaöles verhält sich beim Erhitzen wie ein Leinölfilm. Seine klebefreie trockene Mennigefarbe gibt wie die Leinölfarbe an Äther fast kein Bindemittel mehr ab. Für Anstrichzwecke  ist das Perillaöl ein sehr beachtenswertes Öl.
→ Weitere Informationen

Velvesil Plus

Lösemittelgel zur Reinigung

Velvesil Plus (#87082) ist ein Crosspolymer aus Cyclosiloxanen mit PEG und bildet ein sehr stabiles Gel. Vevesil Plus kann mit Wasser und einer Vielzahl von Lösemitteln gemischt werden (bis zu 20%), um die entsprechenden Reinigungseffekte zu erreichen. Es lässt sich sehr genau auftragen und erlaubt sogar Reinigungen auf Papier und Pergament. Die Abnahme des Vevesil Plus Gels erfolgt mit Cyclomethicone D4 oder D5.

Nur noch Restbestände erhältlich!

Aufgrund der Produktionseinstellung des Herstellers wird Velvesil Plus vom Markt genommen. Wir können Ihnen noch einen Vorrat an Restbeständen anbieten.

 

Neue Kurstermine in Aichstetten

Das Wissen über die Anwendung und Verarbeitung unserer hochwertigen Pigmente bildet eine wertvolle Grundlage für die Malerei und Restaurierung. In unseren Seminaren soll Ihnen  die Möglichkeit gegeben werden, ausgewählte Rohstoffe nach traditionellen Methoden zu verarbeiten.

Pigmentherstellung und -verwendung

Aquarellfarbe, Ölfarbe und Eitempera

am 13. und 14. April 2016 in Aichstetten

Acrylfarbe

Eigenschaften, Herstellung und Verwendung

am 15. April 2016 in Aichstetten