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Newsletter 03-2016

Kremer Pigmente

Indigo
 

Indigo ist ein aus Pflanzen gewonnenes, organisches Pigment mit schwärzlichblauem, etwas stumpfem Farbton. Seit der Jahrhundertwende ist Indigo auch als synthetisches Pigment erhältlich, welches im Vergleich zum natürlichen Indigo reiner ist. Die Pflanzen, aus denen Indigo gewonnen werden kann, sind in vielen Teilen der Welt zu finden. Die namensgebende Pflanze, Indigofera tinctoria L., stammt aus Indien. In China und Japan wurde der Färberknöterich, Polygonum tinctorium L., zur Indigoherstellung kultiviert und in Europa wurde für den gleichen Zweck der Färberwaid, Isatis tinctoria L., angebaut.

Vornehmlich in den Blättern der blühenden Pflanze wird zuckerhaltiges Indican oder Isatan B gebildet, aus welchen durch Fermentation Zucker und farbloses Indoxyl entsteht. Dieser Fermentationsprozess gehört zu den ältesten von Menschen genutzten Gärungsarten. Aus dem farblosen Indoxyl entsteht schließlich durch Oxidation mit Luftsauerstoff Indigoblau.

Aus 100 kg getrockneten Pflanzen können 1,5 bis 2 kg Indigo gewonnen werden. Indigo ist sowohl in Wasser als auch in Alkohol unlöslich. Zum Färben von Textilien ist daher ein besonderes Verfahren notwendig: in alkalischer Lösung unter Zusatz von Reduktionsmitteln bildet sich zunächst farbloses Leukoindigo, welches sich an Textilfasern anlagern kann. Durch Trocknen an der Luft (Oxidation) entsteht dann auf der Faser blauer Indigofarbstoff. Dieser Vorgang des Reduzierens mit anschließender Oxidation nennt man Verküpen.

Aus der Indigo-Färberei stammt auch der Begriff "Blau Machen". Damit waren die Pausen der Färber gemeint, wenn sie die gefärbten Stoffe auf der Wiese ausgelegt hatten und darauf warteten, dass die Färbung endlich blau wurde.

Als Künstlerpigment wurde Indigo in römischen Malereien aus dem 1. Jh.n.Chr., in Frühmittelalterlichen Miniaturen, sowie in Gemälden aus allen Epochen der europäischen Staffelmalerei nachgewiesen. Die ältesten Nachweise jedoch stammen aus Ausgrabungen und wurden auf 3000 v. Chr. datiert. Auch in Höhlen von Qumran wurden mit Indigo gefärbte Leinengewebe gefunden, diese wurden auf etwa 200 Jahre v.Chr. datiert.

 

Frühjahrsgrüße 2016

Freuen Sie sich auf neue Pigmente, Mal,- Binde- und Lösemittel, Pflanzen-Wasserfarben, Wandfarben, Malgründe, Keilrahmen, Pinsel, Werkzeuge und Fachliteratur! Lassen Sie sich von unseren Frühjahrsgrüßen mit farbenprächtigen Pigmenten und neuen Arbeitstechniken inspirieren!

Alle neuen Produkte finden Sie hier im Überblick.

Mit bunten Grüßen aus der Farbmühle,

Dr. Georg Kremer & David Kremer

Frühjahrsgrüße 2016

 

Rezept: Silikat-Dispersionsfarbe mit Syton X 30 

Besonders eignet sich diese Bindemittelmischung, für glatte keramische Oberflächen und Beton, im Innen und Aussenbereich. Wegen (geringer) Schimmelgefahr im Nassbereich nur eingeschränkt empfohlen.

Zutaten:

1 Teil (#31430) Syton® X 30

1 Teil (#75367) Dispersion K 9

1 Teil (#65000) Wasser

Pigmente (für Wasserglas geeignet)

Allgemeine Pigment-Eignungsliste

Einzelliste: Für Wasserglas geeignete Pigmente

Verarbeitung:

Zuerst die Bindemittel Komponenten miteinander verrühren.

Zum Pigmentieren nur Pigmente aus unserer Wasserglasliste verwenden. Die Pigmente in kleinen Portionen nach und nach in den Bindemittelansatz einrühren. Es soll eine streichfähige sämige Farbe entstehen die eine Viskosität wie Kaffeesahne hat. Wird die Farbe zu dick, immer mit dem Bindemittelansatz verdünnen.

Immer zuerst einen Probeaufstrich herstellen und beurteilen. Kreidet der Anstrich muss mehr Bindemittelansatz der Farbe zugesetzt werden.

Hinweis:

Die Farbe ist diffusionsoffener als eine reine Acrylfarbe, aber weniger diffusionsoffen als eine reine Silikatfarbe.

Mindestfilmbildungstemperatur: ca. 5°C

Verbrauch ca. 120 ml / qm

 

Kurstermine in Aichstetten

Das Wissen über die Anwendung und Verarbeitung unserer hochwertigen Pigmente bildet eine wertvolle Grundlage für die Malerei und Restaurierung. In unseren Seminaren soll Ihnen  die Möglichkeit gegeben werden, ausgewählte Rohstoffe nach traditionellen Methoden zu verarbeiten.

Nur noch wenige Plätze frei!

Kurs: Acrylfarbe

Eigenschaften, Herstellung und Verwendung

am 15. April 2016 in Aichstetten

Acrylfarben sind seit der Entwicklung synthetischer Harze und Kunstharzdispersionen im 20. Jahrhundert zu einer beliebten Alternative zu traditionellen Malmitteln geworden. Den Künstlern eröffnen sich mit der Verwendung von Kunstharzen viele neue Möglichkeiten. Unterschiede zwischen den Acryldispersionen aus dem Kremer-Sortiment werden erklärt und Möglichkeiten zu ihrer Modifizierung aufgezeigt. Die Inhalte werden durch Vorträge und praktische Übungen vermittelt.

Wandfarbe aus reinen Pigmenten

Diese lösemittelfreien, wasserverdünnbaren Wandfarben werden aus natürlichen Rohstoffen gewonnen und sind in acht Farbnuancen erhältlich. Höchste Qualität bei der Herstellung und Verarbeitung der reinen Materialien gewährleisten einen seidenmatten und hochdeckenden Anstrich. Die Farbe ist schnelltrocknend, diffusionsfähig, atmungsaktiv und bedingt wasch- bis scheuerbeständig. Im Innenbereich kann die Wandfarbe auf allen Untergründen angewendet werden, wobei evtl. eine Vorbehandlung mit einem transparenten Bindemittel erfolgen muss.

Die verwendeten Pigmente sind natürliche Erden, historische Kobaltpigmente und kohlenstoffhaltige Pigmente.

Weitere Informationen

 

Kremer Pigmente auf internationalen Messen

Kremer Pigmente bei der ICOM-CC Konferenz

vom 8. bis 9. April 2016 in Potsdam

Die ICOM-CC Fachgruppen Holz, Möbel und Lackarbeiten sowie Gefasste Objekte und Architekturoberflächen und die Fachhochschule Potsdam veranstalten mit der VDR-Fachgruppe Möbel und Holzobjekte eine dreitägige Konferenz an der Fachhochschule Potsdam.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Fachhochschule Potsdam.