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Newsletter 04-2016

Kremer Pigmente

Zinnober
 

Natürlicher Zinnober ist schon seit der Antike bekannt. Man nimmt an, dass er bereits um 600 v. Chr. von den Hebräern für Wandmalereien verwendet wurde und ebenfalls den Assyriern, den Ägyptern und den Chinesen bekannt war. Es handelt sich um das wichtigste und leuchtendste Rot, welches zur Verfügung stand. Das Wort Zinnober stammt vom persischen „sängärf“ ab, woraus das griechische „kinnabari“ (=Drachenblut) wurde. Heutzutage ist damit das blutrot gefärbte Harz des Drachenblutbaumes gemeint.

Die Fundstätten für das rote natürliche Quecksilbersulfid bei Almaden, in Spanien, sind seit dem Altertum bekannt. Weitere Fundstellen: Toskana, Kalifornien, Mexiko, Peru, Brasilien, China, Japan sowie dem Ural und in Süd-West-USA.

Zinnober lässt sich kaum durch ein anderes Pigment nachstellen. Der Nachteil des echten Zinnobers ist seine schlechte Lichtechtheit. Bei hoher UV-Belastung wandelt sich die rote Modifikation des Quecksilbersulfids in die schwarze um, dadurch sehen ältere Zinnoberschichten schnell schwarzbraun aus.

In nicht gefirnissten, wässrigen Techniken hat man im Laufe der Jahrhunderte bei Zinnober, gleichwohl ob bei künstlichem oder natürlichem, immer wieder Schwärzungen beobachtet. In gefirnissten Techniken, bzw. in Öl traten diese seltener auf. Die alten Meister schienen diese Gefahren zu kennen. So setzte man Zinnober vorzugsweise in Mischtechniken als Untermalungsfarbe ein, die dann gefirnisst und mit Krapplack überlasiert wurde. Derartig angelegte Bildpartien haben Jahrhunderte ohne Veränderung überdauert! Ob es sich bei den Schwärzungserscheinungen um eine Umwandlung in die schwarze Quecksilbersulfidmodifikation oder um andere chemische Vorgänge handelt, ist bis heute nicht hundertprozentig erwiesen.

Die Kornfeinheit entscheidet über den Helligkeitsgrad: die hellsten Sorten sind die am feinsten gemahlenen (2-5 µ, meistens synth. Zinnober), dunklere Sorten enthalten grössere Partikel (gröber 5 µ). Natürlicher Zinnober aus Mineral kann auch durch Schlämmen in verschiedene Korngrössen getrennt werden (siehe auch Azurit MP). Die groben Sorten leuchten tief dunkelrot, die hellste Sorte ist ein helles, rötliches Orange. Synthetischer Zinnober ist chemisch mit dem natürlichen identisch, sieht man einmal von bestimmten Beimengungen (natürliche Verunreinigungen von anderen Elementen und Mineralien) ab.

 

Mit den Frühjahrsgrüßen präsentieren wir Ihnen eine Auswahl an aktuellen Produkthighlights

Freuen Sie sich auf neue Pigmente, Mal,- Binde- und Lösemittel, Pflanzen-Wasserfarben, Wandfarben, Malgründe, Keilrahmen, Pinsel, Werkzeuge und Fachliteratur! Lassen Sie sich von unseren Frühjahrsgrüßen mit farbenprächtigen Pigmenten und neuen Arbeitstechniken inspirieren!

Alle neuen Produkte finden Sie hier im Überblick.

Mit bunten Grüßen aus der Farbmühle,

Dr. Georg Kremer & David Kremer

Frühjahrsgrüße 2016

 

Lutea Pflanzen-Wasserfarben

Diese Wasserfarben werden aus natürlichem Pflanzenmaterial hergestellt. Bei der Produktion durchläuft jede Farbe vom Pflanzenanbau bis zur Anreibung des Pigments im Bindemittel einen genauen Forschungs- und Entwicklungsprozess. Die einmalige Schönheit der Farben, sowie ihre speziellen Eigenschaften geben Ihnen die Möglichkeit mit seltenen, natürlichen Farben zu arbeiten. Bitte bei Raumtemperatur lagern. Lichtechtheit: 5-6.

#809001 Braun aus Walnussschalen

#809002 Dunkelgrün aus Mädesüss

#809003 Hellgrün aus Mädesüss

#809004 Goldgelb aus Goldrute

#809005 Hellbraun aus Thymian

#809006 Orange aus Cosmea

#809007 Rot aus Krappwurzeln

#809008 Rosa aus Krappwurzeln

#809009 Carminrot aus Cochenille

#809010 Violett aus Blauholz

#809011 Blau aus japanischem Färberknöterich

#809012 Grau aus Erdbeerblättern

#809000 Lutea Pflanzen-Wasserfarben Set, 12 Tuben à 9 ml

Kremer Pigmente auf internationalen Messen

Kremer Pigmente beim 44. AIC Annual Meeting vom 13. bis 17. Mai 2016 in Montreal, Kanada


American institute for conservation of historic and artistic works.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Palais des Congres!


Papierklebstoff aus Pflanzenstärke

Stärke wird als reines Kohlenhydrat von Pflanzen seit vielen Jahrhunderten als Klebemittel in der Papierkaschierung und -restaurierung verwendet.

Hierzu wird das Stärkepulver in kaltes Wasser eingerührt und anschließend längere Zeit leicht vor sich hin kochend zubereitet.

Wir bieten folgende Pflanzenstärken an:

#63440 Reisstärke

#63451 Weizenstärke

#634778 Shofu Nori Pulver