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Newsletter 05-2016

Kremer Pigmente

Alizarin Krapplack
 

Krapplack gehört zu den ältesten bekannten Pigmenten und wurde schon vor über 3000 Jahren verwendet. Ursprünglich handelte es sich um ein aus der Wurzel des Färberkrapps gewonnenes Pigment. Chemisch gesehen handelt es sich um ein Dihydroxyanthrachinon. 1868 gelang es den Chemikern Graebe und Liebermann, Alizarin zu synthetisieren, welches die lichtechte Komponente des Alizarin-Krapplackes ist. Alizarin war der erste natürliche Farbstoff überhaupt, welcher synthetisch hergestellt werden konnte. Gleichwohl ob natürlichen oder synthetischen Ursprungs, war Alizarin-Krapplack damals allen anderen organischen Farbstoffen weit überlegen (wenngleich beispielsweise Farbstoffe wie Karmin erheblich brillanter waren). Sogar heute wird Krapplack noch gerne als das ideale "kalte" Rot bezeichnet. Das ist auch der Grund dafür, dass man ihn immer noch in jedem Farbsortiment antrifft.


Alizarin-Krapplack besitzt eine gute Lichtechtheit: Der Vollton ist mit 7-8 ebenso beständig wie bei schwachen Verdünnungen. Zur Anwendung kommt dieses Pigment hauptsächlich in Öl-, Tempera-, Acryl- und Aquarelltechniken. Beim Hantieren mit dem Pigment ist große Sorgfalt vonnöten, da es extrem leicht ist und sehr stark staubt. Mit Öl lässt sich Krapplack ziemlich leicht anreiben. Das Verarbeiten von Krapplack für wässrige Techniken ist schwieriger: Hier muss in jedem Fall das Pigment zuvor mit Brennspiritus oder Isopropanol benetzt werden.


Die Bezeichnung "Lack" hat nichts mit dem zu tun, was der Anstreicher darunter versteht. Bei Krapplack handelt es sich um einen sogenannten Farblack. Ein anorganisches Pigment (z.B. Aluminiumoxid oder Aluminiumhydrat), welches unlöslich ist, wird mit einem löslichen organischen Farbstoff, hier Alizarin, gefärbt, verlackt.


Heute wird Alizarin praktisch ausschließlich synthetisch gewonnen. Während das im Handel als Alizarin-Krapplack bezeichnete Pigment also künstlichen Ursprungs ist, handelt es sich beim Wurzel-Krapplack stets um einen natürlichen Farbstoff, der auf ein Substrat gefällt wurde. Die alten Wurzel-Krapplacke, die in der Malerei seit dem 15. Jahrhundert Verwendung fanden, verfügten jedoch nicht über die Haltbarkeit moderner künstlich hergestellter Alizarin-Krapplacke. Einer der Gründe liegt in der Tatsache, dass natürlicher Wurzel-Krapp neben dem ziemlich beständigen Alizarin auch noch weniger beständige Farbstoffe wie Purpurin und Xanthin enthält.

Sowohl das alte Naturprodukt als auch moderner Alizarin-Krapplack sind völlig ungiftig.


Rezept: Beton einfärben

Für die Einfärbung von Beton eignen sich alle zementbeständigen Pigmente. Diese finden Sie in unserer Zementliste

Verarbeitung:

Praktische Bedeutung für die Einfärbung von Beton haben alle Eisenoxidpigmente sowie Mangangrau (#47510) und Manganschwarz (#47501). Die Farbmenge zur Einfärbung hängt von der gewünschten Farbtiefe ab - man kann dem Zement max. 4% Pigment (in Gewicht) zugeben. Das Pigment wird trocken mit dem Zement vorgemischt, um es gleichmäßig in der Masse zu verteilen. Farbteige können dem Zement zusammen mit dem Anmachwasser zugegeben werden. Für helle Farben ist es sinnvoll, Weißzement zu verwenden. Eine weitere Möglichkeit ist es, dem Zement weißen Quarzsand, Cristobalit oder farbiges Steinmehl zuzugeben.

Die Zementmatrix im Beton reagiert auf Pigmente in verschiedener Weise:

1. Das Pigmentteilchen reagiert mit dem Zement und festigt dadurch: Alle roten, braunen und schwarzen Eisenoxidpigmente.

2. Das Pigmentteilchen bindet wie ein Sandteilchen: Der Großteil der Oxidpigmente, Mineralpigmente, z.B. Kobaltblau, Nickeltitangelb, Titanweiß.

3. Das Pigmentteilchen ist ein Fremdkörper und schwächt die Struktur: Alle organischen Pigmente, Pflanzenfarben, Tone, und alle in Wasser quellbaren Stoffe.

Für die Körnung muss man die Zementverteilungskurve von Zement zu Zuschlag einhalten, d.h. für Beton braucht man ein bestimmtes Verhältnis von Zement zu Zuschlag. Gibt man viel sehr feinteiliges Pigment zu, muss der Zementanteil größer werden. Grobkörniges Pigment ist eher wie Sand zu sehen.

Hinweis:

Achtung: Wenn die Pigmente nicht ausreichend mit dem Zement vermischt werden, kann dies zum Ausbluten der Farbe führen! Organische synthetische Pigmente sind für die Einfärbung von Zement im Außenbereich ungeeignet, da sie leicht ausgewaschen werden.

 

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Ausstellung "Fifty Shades of Red"

vom 13. Mai bis 2. Juli 2016

Galerie Renate Bender
Türkenstraße 11
80333 München

Vortrag "Fifty Shades of Red

von Azaleenrot bis Zinnober“ mit Dr. Georg Kremer

Vortrag in der Galerie Bender von Dr. Georg Kremer im Kontext zur aktuellen Ausstellung „Fifty Shades of Red“

am Donnerstag, 2. Juni 2016 um 19 Uhr.

Bitte melden Sie sich per Email unter galeriebender@gmx.de

oder telefonisch unter 089-307 281 07 an!


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