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Newsletter 07-2016

Kremer Pigmente

Sepia

Die Tintendrüse des Tintenfisches Sepia officinalis aus der Familie der Sepiidae liefert den braunen Farbstoff Sepia. Diese Tintenfische sind in den Küstengewässern aller warmen und gemäßigten Meere der alten Welt zu finden. Der Farbstoff dient den Tintenfischen als Schutzwaffe und wird bei Gefahr gegen den Gegner ausgespritzt.

Um den Farbstoff aus der Tinte zu gewinnen, wird entweder die ganze Tintenblase getrocknet, oder die von den noch lebenden Tintenfischen ausgespritzte Tinte wird in Schalen aufgefangen und dann getrocknet. Der Farbstoff kann danach ohne weitere Behandlung zu Pulver gemahlen werden. Eine andere Art der Herstellung von Sepia erfordert zunächst eine Behandlung mit Alkalien, während der braune Farbstoff in Lösung geht. Durch Filtration und anschließende Neutralisierung erhält man ein etwas reineres Produkt.

Der in Sepia enthaltene braune Farbstoff ist das Protein Melanin, ein Eiweiß, welches in ähnlicher Form auch am Bräunungsvorgang der menschlichen Haut beteiligt ist. Es sind weiterhin Enzyme und ebenso ein roter Farbstoff enthalten.

Sepia wird wegen ihrer Lasureigenschaften hauptsächlich für Aquarellfarben verwendet. Nach dem Trocknen der Tintenfischblasen, bzw. des Farbstoffes wird das gemahlene Pulver sofort mit Gummilösung versetzt und zu Stücken geformt. Für Ölfarben ist Sepia nicht einsetzbar. Der braune Melaninfarbstoff ist in Wasser und Alkohol unlöslich, in alkalischer Lösung geht er mit rotbrauner Farbe in Lösung. Die Lichtechtheit ist mit Indigo vergleichbar, d.h. für einen Naturfarbstoff ziemlich gut.

Auch zur Bereitung von Tuschen wird Sepia verwendet. Der getrocknete schwarze Farbstoff Sepia wird dabei in Schellackseife angerieben. Diese Anreibung entspricht dem historischen Herstellungsverfahren für Sepia-Tusche. Die Tusche trocknet unverdünnt, wasserunlöslich und glänzend auf. Der Tuscheverdünner ermöglicht auch in extremen Verdünnungen wasserunlösliches Arbeiten.


Kremer Künstlertusche

Kremer Künstlertuschen (#180310 - #180992) bestehen aus einem Bindemittel und hochfein dispergierten Pigmenten. Das Bindemittel ist eine Schellackseife. Mit Borax wird Schellack in die Schellackseife überführt, mit Warmwasser gelöst. Die Pigmente werden feinst dispergiert und in möglichst großer Menge der Schellacklösung zugesetzt. Durch die hohe Konzentration der Pigmente in den Tuschen werden die Tuschen sehr ergiebig.

Die Tuschen trocknen unverdünnt glänzend und wasserunlöslich auf. Durch Verdünnung mit Wasser verschwindet der Glanz. Bei sehr großer Verdünnung mit Wasser kann es sein, dass die Tuschen nicht mehr ausreichend gebunden sind und wasserlöslich werden.

Durch Verdünnung mit Tuscheverdünner (#180420) kann auch bei hoch verdünnten Tuschelösungen Wasserunlöslichkeit erreicht werden. Mit dem Tuscheverdünner können auch normale Pigmente angerührt werden, welche sich dann wie eine etwas gröbere Tusche verarbeiten lassen. 

Der Tuschelöser (#180410) ermöglicht die Reinigung von Pinseln und Werkzeugen. In Tuschewerkzeugen, wie dem Rapidographen, lässt sich die Tusche nur bei dickerem Durchmesser, ab vielleicht 1 mm, verarbeiten. Unbedingt muss der Rapidograph sofort nach Gebrauch sauber gewaschen werden.

Die Haltbarkeit der Tuschen hängt von zwei Faktoren ab:

1. Falls die Tusche zu kalt wird, geliert der Schellack aus der Schellackseife aus. Durch Erwärmen im Wasserbad unter Rühren lässt sich dieser Vorgang wieder rückgängig machen.

2. Falls Wasser aus der Tusche verdunstet geliert die Flüssigkeit. Eine geringe Wasserzugabe und Vorgang wie oben macht die Tusche meist wieder benutzbar.

 

Neue Malgründe

Aquarellbuch, 17 x 24 cm (#875128)
Ganzleinen, Büttenpapier 160 g/m² 
Naturweißes Maschinenbütten mit feiner Körnung. Geeignet für Naß- und Trockentechniken, wie Aquarell, Acryl, Gouache, Tusche, Pastell, Kohle, Farbstifte, Rötel und Graphit.

Skizzenheft, DIN A3 (#875129)
Zeichenpapier 120 g/m², 32 Seiten
Zeichenpapier mit rauher Oberfläche, naturweiß. Geeignet für alle Trockentechniken, Feder- und Pinselzeichnungen. Zeichnet sich durch eine hohe Pigmenthaftung aus.

 

Kremer Pigmente auf internationalen Messen

Cremona Mondomusica

30. September – 02. Oktober 2016, Cremona, Italien

Cremona Mondomusica, the International Exhibition of Handcrafted Musical Instruments, is the most qualified worldwide Exhibition of the sector. It is the most important meeting point and a chance for confrontation among the professionals of the sector. Cremona is internationally recognized as the homeland of violin making. It is the birthplace of Masters like Antonio Stradivari, the Amati families and Guarneri, the best luthiers ever existed.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Halle 2.

 

Neues Vergrößerungszubehör

Magnivisor Deluxe™ Kopflupe (#883001)
1,5x - 3x Vergrößerung
Kopfbandlupe mit LED-Beleuchtung und vier austauschbaren Linsen (1.5 x, 2x, 2.5x, 3x).

LED-Taschenlupe (#883017)
aufklappbar, 3-fache Vergrößerung