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Krapplack

Autor / Quelle: Thomas Rickert


Verarbeitung:

150 g Krappwurzeln (#37199 oder #37201) in 2 Liter demineralisiertem Wasser (#65000) einweichen. Den pH-Wert des Wassers mit etwas Essigsäure (#64550) auf pH 4 einstellen. 50 g Alaun (#64100) zugeben und 30 Minuten kochen, dann die Wurzeln abfiltern.

14 g Pottasche ( # 64040) in 1 L demineralisiertes Wasser (#65000) auflösen. Dem gefilterten Absud wird solange Pottasche-Lösung zugesetzt, bis es bei der Zugabe nicht mehr aufschäumt. Am besten den pH-Wert der überstehenden Lösung überprüfen, er sollte nach dem Ausfällen bei ca. 6,5 liegen.

Nach der Fällung setzen sich die Pigmentteilchen langsam ab. Am besten wartet man mindestens bis zum nächsten Tag, bevor man das überstehende Wasser vorsichtig abgießt. Das Pigment sollte nun 3 mal gewaschen werden, um überschüssige Salze zu entfernen. Hierfür wird frisches demineralisiertes Wasser auf den nassen Pigmentschlamm gegossen und dieser gut aufgerührt. Nachdem sich das Pigment abgesetzt hat, wird das Waschwasser abgegossen. Das Waschen wird noch mindestens zweimal wiederholt, dann kann das Pigment abgefiltert werden.

Zum Trocknen nehmen Sie das nasse Pigment vom Filter und breiten es auf einer Plastikfolie, in einer flachen Schale oder ähnlichem aus. Legen Sie diese an einen warmen, trockenen Ort.

Hinweis:

Die Farbigkeit von Wurzel-Krapplacken ist abhängig von vielen Faktoren. Dazu gehören die Sorte und Qualität der Krappwurzeln, die Temperatur, pH-Wert oder das verwendete Beizenmetall. Es kann daher sein, dass das hergestellte Pigment jedes Mal etwas anders ausfällt. Sie können beispielsweise den Farbton noch variieren, indem Sie z. B. 2 % Zinn(II)-chlorid (#64300) zugeben.

Zutaten:

  • 150  g Alternativ:
    37199

    Krappwurzeln, ganz
  •   37201 Krappwurzeln, grob gemahlen
  • 9  l 65000 Wasser
  •   64550 Essigsäure 60 %
  • 50  g 64100 Kalialaun
  • 14  g 64040 Pottasche
  •   Kochtopf
  •   Filter

Für die oben beschriebenen Verarbeitungshinweise übernehmen wir keine Gewähr. Wir empfehlen in jedem Fall die Herstellung und Bewertung von Musterflächen.