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Wandfarbe: Kalksinterwasser-Wand-Lasurfarbe

Kalk- oder Kalk-Zement-Putz, frische Kalk- Schlämmanstriche , Sandstein. Der Untergrund muss tragfähig und frei von Verschmutzungen sein.

Verarbeitung:

Für die Eigenzubereitung von Kalklasurfarben benötigt man Kalkwasser. Es bildet sich beim Absetzen von Kalkhydrat-Schlämme. Wenn die Schlämme über längere Zeit, z.B. eine Woche abgestellt wird, setzt sich am Boden Kalkhydratteig ab; darüber steht das klare Wasser, in dem sich aus dem Kalkhydrat herausgelöstes Calciumhydroxid befindet. Da 100 ml Kalkwasser etwa 0,16 g gelöstes Calciumhydroxid enthält, reagiert es stark alkalisch und unter dem Einfluss der Luftkohlensäure bildet sich an seiner Oberfläche eine dünne, transparente Calciumcarbonatschicht.

Das Kalkwasser kann bis zu 2 Vol.-% Pigmente binden. Beim Auftragen der Kalklasurfarbe auf frischen Kalkmörtelputz oder einen frischen Kalkvoranstrich kann der Pigmentzusatz bis auf 5 Vol.-% erhöht werden. Der gleiche erhöhte Pigmentzusatz ist möglich, wenn man dem Kalkwasser etwa 5 Vol.-% Kalkcaseinbindemittel beimischt. Stark verdünntes Kalkhydrat, als Kalkmilch bezeichnet, ist für Lasuren wenig geeignet, weil es die Farben weißlich verschleiert. Vor dem Aufbringen der Kalklasurfarbe wird der Untergrund mit Kalksinterwasser angenässt, weil sich die Lasur auf dem feuchten Untergrund gleichmäßiger verteilen lässt und auch einen besseren Verbund am Untergrund erhält.

Kalklasurfarben werden für folgende Zwecke eingesetzt:
- Gleichmäßige Tönung von Kalk- und Sandstein sowie von kalk- und/oder zementgebundenen Putz, Stuck und Kunststein. Wenn Letztere frisch und alkalisch noch aktiv sind, kann auch außen lasiert werden.
- Farbretuschen auf ausgebesserte Naturstein-, Kunststein- und Putzschadstellen.
- Optische Verstärkung der Plastik von kalk- und/oder zementgebundenen Strukturputzen, von ornamentalem Bauschmuck, Stuck und Skulpturen aus Natur- und Kunststein durch patinierendes Lasieren.
- Farbliche Belebung von weißen oder hellgetönten Kalkschlämm- und Kalkfarbenanstrichen.

Die Kalklasurfarbe wird auf den mit Kalkwasser vorgenässten Anstrich in einem Arbeitsgang sparsam aufgestrichen und der vorgesehenen Farbstruktur, z.B. wolkig, strähnig oder fächerformig mit dem für die jeweilige Struktur geeigneten Werkzeug verteilt (kurze Streichbürste, Modler, Naturschwamm usw.). Dekorativ besonders schöne Belebungen werden mit mehreren neben-, in- oder übereinander gestrichenen oder getupften Lasurfarben erreicht. So ergeben sich z.B. beim Nebeneinandertupfen von ockergelber und ziegelroter Lasurfarbe an den Randstellen auch Rotorange oder von Gelb und Blau an den Überlappungsstellen Grün.

Verbrauch, ca. 100 ml je qm je Anstrich .

Hinweis:

Für Kalklasuren eignen sich nur kalkechte Pigmente. Bitte beachten Sie unsere Pigmenteignungsliste.
Achtun g: Kalk ist stark alkalisch, unbedingt Schutzbrille beim Streichen tragen!

Zutaten:

  •  bei Bedarf 31808 Kalksinterwasser

Für die oben beschriebenen Verarbeitungshinweise übernehmen wir keine Gewähr. Wir empfehlen in jedem Fall die Herstellung und Bewertung von Musterflächen.