Rezept: Carmintinte / Cochenilletinte

Die Farbigkeit der Cochenilletinte reicht von einem rotstichigen Dunkelrosa bis zu einem Violettton und bleibt recht gut lagerfähig. Die Farbe verliert ein wenig an Leuchtkraft, wenn sie dem Licht ausgesetzt wird.

Verarbeitung

Schritt 1: Die Cochenille in der Reibschale pulverisieren, dann mit dem Hirschhornsalz und 32 g Wasser mischen und zwei Stunden stehen lassen, dabei öfter umrühren. Die Lösung abfiltrieren.
Schritt 2: Eine Lösung aus Weinstein und Kalialaun in 30 g warmem Wasser herstellen und davon der Cochenille-Lösung so viel zugeben, bis der gewünschte Farbton erreicht ist.

Zutaten

12 g Cochenille (#36040)
62 g Wasser (#65000)
4 g Hirschhornsalz (#64021)
4 g Weinstein (#64170)
4 g Kalialaun (#64100)

Weitere Informationen

Hinweis

Zur Herstellung der Tinte werden eine Waage, eine Reibschale mit Pistill, ein (emaillierter) Kochtopf, Glasstäbe oder Holzstäbchen zum Umrühren, Gläser, Trichter und Papierfilter benötigt.


Verwendetes Wasser
In den Rezepten wird ausschließlich demineralisiertes Wasser (#65000) verwendet.
Farbergebnis
Da es sich bei den Rohstoffen der Tintenrezepte in vielen Fällen um Naturmaterialien handelt, kann das Farbergebnis variieren. Auch Abweichungen vom ursprünglichen Rezept können das Resultat verändern.
Filter
Die Rezepte werden mit Papierfilter durchgeführt.
Kochvorgang
Beim Kochen unbedingt einen geschlossenen Topf verwenden.
Verderblichkeit
Sollte sich auf den Tinten nach einer gewissen Zeit Schimmel bilden, empfehlen wir diesen nicht abzuschöpfen, sondern die Tinte zu entsorgen.
Reinigung
Die Töpfe lassen sich am besten mit Zitronensäure (#64150) reinigen. Diese langsam in heißes Wasser im Topf zugeben.

Für die oben beschriebenen Verarbeitungshinweise übernehmen wir keine Gewähr. Wir empfehlen in jedem Fall die Herstellung und Bewertung von Musterflächen.

Produktliste

Autor: Kremer Pigmente, Rezept von: Hacker 1920, S. 44.