Rezept: Einfärben von Beton

Für die Einfärbung von Beton eignen sich grundsätzlich nur zementbeständige Pigmente, beispielsweise Eisenoxide. Mit Weißzement kann man klarere Farben erreichen als mit grauem Zement, daher ist Weißzement insbesondere bei hellen Farbtönen, wie etwa Gelbtönen, zu empfehlen. Wichtig ist auch die Farbe des Sandes, denn ein Pigment kann nur die Zementmatrix einfärben, nicht die Sandteilchen. Zur Erzielung eines bestimmten Farbtons sind immer Vorversuche notwendig, da die endgültige Farbigkeit erst nach der Aushärtung des Betons beurteilt werden kann. Man kann die Pigmente zum Einfärben von Beton nach ihrem Verhalten in folgende Gruppen einteilen: · Pigmente, welche mit dem Zement reagieren und chemisch abbinden; dazu gehören die Eisenoxide. · Pigmente, die mechanisch in die Zementmatrix eingebunden werden. Das Pigmentteilchen verhält sich in dem Fall wie ein extrem feines Sandteilchen. Zu diesen Pigmenten gehören alle Spinellpigmente, Chromoxidgrün, Titandioxid, Nickeltitangelb und ähnliche Mineralpigmente, Erdfarben ohne quellbare Bestandteile sowie alle Silikatpigmente und zementechte Gläser. · Pigmente, die die Beton-Struktur schwächen. Zu diesen Pigmenten gehören alle in Wasser quellbaren Teilchen wie Tone, Bolus, Schiefermehle oder Grüne Erden. · Pigmente, die sich zwar einmischen lassen, sich aber nicht mit der mineralischen Matrix des Zements verbinden. Alle synthetisch-organischen Pigmente verhalten sich wie ein Fremdkörper im Zement; da sie bei Wasserkontakt ausgewaschen werden, sind sie für Anwendungen im Außenbereich oder Nassbereich ungeeignet.

Verarbeitung

Das Pigment wird sorgfältig mit dem trockenen Zementpulver vermengt. Wenn das Pigment nicht ausreichend dispergiert wird und Pigmentagglomerate oder Klumpen in der Masse verbleiben, schwächt dies nicht nur die Zementstruktur, sondern kann auch zum späteren „Ausbluten“ der Farbe führen. Schritt 1: Das Pigment wird sorgfältig mit dem trockenen Zementpulver vermengt. Wenn das Pigment nicht ausreichend dispergiert wird und Pigmentagglomerate oder Klumpen in der Masse verbleiben, schwächt dies nicht nur die Zementstruktur, sondern kann auch zum späteren „Ausbluten“ der Farbe führen.
Will man nur sehr kleine Mengen einfärben oder hat man keine Möglichkeit, das Pigment maschinell einzuarbeiten, ist es besser, man sumpft das Pigment über Nacht in Wasser ein und gibt es als Farbteig mit dem Anmachwasser zu. Schritt 2: Will man nur sehr kleine Mengen einfärben oder hat man keine Möglichkeit, das Pigment maschinell einzuarbeiten, ist es besser, man sumpft das Pigment über Nacht in Wasser ein und gibt es als Farbteig mit dem Anmachwasser zu.
Die Farbmenge zur Einfärbung hängt von der gewünschten Farbtiefe ab. Ein Zusatz von maximal 4 % Pigment, bezogen auf die Zementmenge, sollte nicht überschritten werden. Bei der Verwendung der sehr feinen synthetisch-organischen Pigmente kann es sein, dass die maximale Zugabemenge unter den oben genannten 4 % liegt. Schritt 3: Die Farbmenge zur Einfärbung hängt von der gewünschten Farbtiefe ab. Ein Zusatz von maximal 4 % Pigment, bezogen auf die Zementmenge, sollte nicht überschritten werden. Bei der Verwendung der sehr feinen synthetisch-organischen Pigmente kann es sein, dass die maximale Zugabemenge unter den oben genannten 4 % liegt.
Enthält der Zement noch weitere Zuschlagstoffe, müssen diese beim Einfärben berücksichtigt werden. Bitte bedenken Sie, dass der Zement sowohl den Sandanteil als auch die feinen Pigmente binden muss. Gibt man viel feinteiliges Pigment zu, muss der Zementanteil entsprechend erhöht werden. Schritt 4: Enthält der Zement noch weitere Zuschlagstoffe, müssen diese beim Einfärben berücksichtigt werden. Bitte bedenken Sie, dass der Zement sowohl den Sandanteil als auch die feinen Pigmente binden muss. Gibt man viel feinteiliges Pigment zu, muss der Zementanteil entsprechend erhöht werden.

Zutaten

zementbeständige Pigmente
Zementpulver
Wasser
farbloser Sand

Weitere Informationen

Hinweis

Ein Zusatz von 10 % Acryldispersion Plextol® D 498 (#76000) erhöht - im frostfreien Bereich - die Festigkeit der Kanten und die Auswaschbeständigkeit der Pigmente. Zement ist stark alkalisch, daher eignen sich nur besonders alkalibeständige Pigmente zum Einfärben von Beton.

Für die oben beschriebenen Verarbeitungshinweise übernehmen wir keine Gewähr. Wir empfehlen in jedem Fall die Herstellung und Bewertung von Musterflächen.