Rezept: Kaisergelbtinte
„Kaisergelb“ stellte man im 19. Jahrhundert ursprünglich mit Kreuzdornbeeren her. Es gab aber auch einen gleichnamigen synthetischen Farbstoff.
Kaisergelbtinte ist transparent und intensiv gelb mit leichtem Grünstich. Diese Tinte dunkelt bei Belichtung noch ein wenig nach. Sie hat einen dezent säuerlichen Geruch und trocknet etwas glänzend auf. Nach circa zwei Wochen kann sich ein leichter Bodensatz bilden.
Verarbeitung
Hinweis
Den Rand des Glases sollte man vor dem Verschließen immer gut abwischen, sonst kann die Tinte antrocknen und beim Öffnen des Gefäßes kleine Bröckchen in die Tinte fallen.
Zur Herstellung der Tinte werden eine Waage, eine Reibschale mit Pistill, ein (emaillierter) Kochtopf, Glasstäbe oder Holzstäbchen zum Umrühren, Gläser, Trichter und Papierfilter benötigt.
Verwendetes Wasser
In den Rezepten wird ausschließlich demineralisiertes Wasser (#65000) verwendet.
Farbergebnis
Da es sich bei den Rohstoffen der Tintenrezepte in vielen Fällen um Naturmaterialien handelt, kann das Farbergebnis variieren. Auch Abweichungen vom ursprünglichen Rezept können das Resultat verändern.
Filter
Die Rezepte werden mit Papierfilter durchgeführt.
Kochvorgang
Beim Kochen unbedingt einen geschlossenen Topf verwenden.
Verderblichkeit
Sollte sich auf den Tinten nach einer gewissen Zeit Schimmel bilden, empfehlen wir diesen nicht abzuschöpfen, sondern die Tinte zu entsorgen.
Reinigung
Die Töpfe lassen sich am besten mit Zitronensäure (#64150) reinigen. Diese langsam in heißes Wasser im Topf zugeben.