Rezept: Magere Eitempera mit Dammarlösung
Das Wort Tempera kommt wohl vom lateinischen „temperare“ und bedeutet mässigen oder mischen. Hier ist wohl gemeint, dass Stoffe gemischt werden, welche sich nicht ohne weiteres vermengen lassen. Die Mischung von eigentlich unmischbarem mit Hilfe eines Mischhilfsmittels oder Emulgators ermöglicht die Verwendung von Harzen und Ölen in wasserverdünnbarer Farbe. Man kommt ohne stark riechende Lösemittel aus und die aufgetragene Farbe trocknet trotzdem wasserfest auf. Die Temperafarbe erlaubt sehr differenzierte Zeichnung, da die Farbe eher nicht läuft.
Verarbeitung
Hinweis
Eitempera immer mit destilliertem oder demineralisiertem Wasser ansetzen. Kalkhaltiges Leitungswasser kann ein Ausflocken der Mischung verursachen. Das Abkochen desWassers erhöht die Haltbarkeit. Zur Konservierung kann man einen Tropfen Nelkenöl (#73700) zugeben. Wenn man das Eigelb entölt gilbt die Tempera weniger. Das Eigelb wird auf Fliesspapier aufgestrichen, nach wenigen Minuten kann man das Eigelb abnehmen und für die Eitempera verwenden. REZEPT AUS Doerner, Max: Malmaterial und seine Verwendung im Bilde. 20. Aufl., Stuttgart 2003, S. 198.