Rezept: Walnusstinte

Die Walnusstinte hat einen leicht grünstichigen Braunton. Sie verändert sich farblich nur geringfügig und ist gut haltbar.

Verarbeitung

Schritt 1: Die Walnussschalen eine Stunde lang in Wasser auskochen und filtrieren. Dem Filtrat zunächst das Eisensulfat und anschließend Kalialaun zugeben.
Schritt 2: Wird diese Tinte länger gelagert, bilden sich kleine Klümpchen, die sich nur langsam absetzen und bei Gebrauch störend wirken.
Erst nach mehreren Wochen klärt sich die Tinte, die Teilchen schwimmen aber bei der kleinsten Bewegung wieder auf. Es ist empfehlenswert, diese Tinte dann nochmals zu filtrieren.

Zutaten

50 g Walnussschalen (#37300)
200 g Wasser (#65000)
2 g Eisen-(II)-sulfat (#64200)
0,5 g Kalialaun (#64100)

Weitere Informationen

Hinweis

Zur Herstellung der Tinte werden eine Waage, eine Reibschale mit Pistill, ein (emaillierter) Kochtopf, Glasstäbe oder Holzstäbchen zum Umrühren, Gläser, Trichter und Papierfilter benötigt.


Verwendetes Wasser
In den Rezepten wird ausschließlich demineralisiertes Wasser (#65000) verwendet.
Farbergebnis
Da es sich bei den Rohstoffen der Tintenrezepte in vielen Fällen um Naturmaterialien handelt, kann das Farbergebnis variieren. Auch Abweichungen vom ursprünglichen Rezept können das Resultat verändern.
Filter
Die Rezepte werden mit Papierfilter durchgeführt.
Kochvorgang
Beim Kochen unbedingt einen geschlossenen Topf verwenden.
Verderblichkeit
Sollte sich auf den Tinten nach einer gewissen Zeit Schimmel bilden, empfehlen wir diesen nicht abzuschöpfen, sondern die Tinte zu entsorgen.
Reinigung
Die Töpfe lassen sich am besten mit Zitronensäure (#64150) reinigen. Diese langsam in heißes Wasser im Topf zugeben.

Für die oben beschriebenen Verarbeitungshinweise übernehmen wir keine Gewähr. Wir empfehlen in jedem Fall die Herstellung und Bewertung von Musterflächen.

Produktliste

Autor: Kremer Pigmente, Rezept von: Lehner 1890, S. 92.