Rezept: Eitempera mit Dammar und Leinöl
Das Wort Tempera kommt wohl vom lateinischen „temperare“ und bedeutet mässigen oder mischen. Hier ist wohl gemeint, dass Stoffe gemischt werden, welche sich nicht ohne weiteres vermengen lassen. Die Mischung von eigentlich unmischbarem mit Hilfe eines Mischhilfsmittels oder Emulgators ermöglicht die Verwendung von Harzen und Ölen in wasserverdünnbarer Farbe. Man kommt ohne stark riechende Lösemittel aus und die aufgetragene Farbe trocknet trotzdem wasserfest auf. Die Temperafarbe erlaubt sehr differenzierte Zeichnung, da die Farbe eher nicht läuft.
Verarbeitung
Zutaten
| 1 Teil(e) | Leinöl, schwedisch (#73020) |
| Leinöl natur, kaltgeschlagen (#73054) | |
| Lackleinöl (#73300) | |
| Alternativ: Kremer Leinöl Firnis (#73100) |
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| 1 Teil(e) | Dammarfirnis glänzend, mit UV-Schutz (#79300) |
| 1 Teil(e) | Wasser (#65000) |
| 1 Teil(e) | Frisches Ei |
| Schraubglas | |
| Reibschale oder Glasläufer und Anreibeplatte | |
| Pigment |
Hinweis
Bei der Verwendung von Leinölfirnis (#73100) trocknet die Farbe schneller als bei der Verwendung von kaltgeschlagenem Leinöl. Eitempera immer mit destilliertem oder demineralisiertem Wasser ansetzen. Kalkhaltiges Leitungswasser kann ein Ausflocken der Mischung verursachen. Das Abkochen des Wassers erhöht die Haltbarkeit. Zur Konservierung kann man einen Tropfen Nelkenöl (#73700) zugeben.